Stand: 04.03.2016 10:29 Uhr

Braunschweigs Fotogedächtnis soll wachsen

Das Museum für Photographie in Braunschweig will sein digitales "Gedächtnis der Region" erweitern und ruft Fotografen dazu auf, sich daran zu beteiligen. Für zwei Ausstellungsprojekte hatten sich bereits Mitglieder des Museumsvereins Bilder von wichtigen Ereignisse und Orten mit Tradition gemacht und ein Stück Zeit- und Kulturgeschichte des Braunschweiger Landes festgehalten. So haben sie den Grundstein für das fotografische Gedächtnis der Region gelegt.

Ein digitales Stück Zeitgeschichte

Auf den Spuren bekannter Fotografen

Dabei haben die Bildkünstler auch nach der Bedeutung der Fotografie in der Region gesucht und sich an Fotografen und deren Ideen orientiert, die im 20. und 21. Jahrhundert in Niedersachsen aktiv waren und sind. Die einen orientierten sich dabei an der für ihre Darstellungen von öffentlichen Räumen international bekannten Fotografin Candida Höfer. Andere befassten sich, wie der in Wolfsburg verstorbene Heinrich Heidersberger, mit der Architekturfotografie. Die Bilder sind Zeugnisse der industriellen Geschichte oder der früheren Nähe zum Zonenrandgebiet und thematisieren auch Schacht Konrad und den Widerstand in der Region gegen Atomkraft.

Arbeiten sollen bis Ende März eingereicht werden

Parallel zu den beiden Ausstellungen wurde die Internet-Seite dasregionalegedaechtnis.de geschaffen. Hier ist das digitale Archiv zu sehen, das kontinuierlich erweitert werden soll. Neben ungewöhnlichen Ansichten der Stadt Braunschweig und Bildern zur Industrie und Kultur sind auch Landschaftsaufnahmen zu sehen. Die Seite soll aber auch Plattform für die fotografische Szene in Braunschweig werden. Bis zum 31. März können Fotografen, die nicht Mitglieder des Museumsvereins sein müssen, ihre Arbeiten einreichen. Eine Jury entscheidet dann, ob die Bilder in das regionale Gedächtnis aufgenommen werden.

Weitere Informationen
12 Bilder

Momentaufnahmen aus dem Braunschweigischen Land

Auf Spurensuche: Im Braunschweiger Museum für Photographie zeigen 17 Fotografen "Das regionale Gedächtnis Teil 1". Zu sehen sind etwa die Asse und Anti-Atomkraft-Kreuze. (23.01.2015) Bildergalerie