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Der Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festival, Rolf Beck, ist mit der Veranstaltung zufrieden.
Der Intendant des Schleswig-Holstein Musik Festival, Rolf Beck, hat zum Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz gezogen. Nach sieben Wochen mit knapp 150 Konzerten und Musikfesten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Dänemark waren knapp die Hälfte der Konzerte ausverkauft. Insgesamt wurden 83 Prozent aller Karten verkauft. Das sind zwei Prozent weniger als im vergangenen Jahr, wie Beck der NDR 1 Welle Nord am Freitag sagte. "Ich nehme diese Zahlen in diesem Jahr so gelassen wie noch nie. Es darf nicht sein, dass ein äußerst positives Ergebnis, nämlich musikalisch und stimmungsmäßig, durch irgendwelche Zahlen beeinflusst werden", meinte der Intendant.
Im Mittelpunkt des Festivals steht in diesem Jahr China. Das Motto der 27. Ausgabe lautet: "SHMF - Im Jahr des Drachen". Beck hätte nicht erwartet, dass sich so viele Menschen in Konzerte mit chinesischen Künstlern trauen würden. Er sei glücklich, dass sich so viele neue Zielgruppen auf das Experiment China eingelassen haben. Dazu gehören außergewöhnliche Darbietungen und Instrumente wie mongolischer Kehlkopfgesang, Pferdekopfgeige oder Wölbbrett-Zither.
Das 27. Schleswig-Holstein Musik Festival endet am Sonnabend mit einem Abschlusskonzert des NDR Sinfonieorchesters unter der Leitung von Christoph Eschenbach und dem Starpianisten Lang Lang. Der weltweit gefeierte chinesische Pianist erhielt am Freitag für seine Verdienste um die deutsche Musikkultur das Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung überreichte ihm in der Konzertscheune auf Gut Wulfshagen bei Kiel Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig.