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Kaum bekannte Künstler und Konzertprogramme, bei denen selbst die Veranstalter mitunter nicht genau wissen, was auf sie zukommt: Spannende musikalische Experimente sind gerade das Markenzeichen des Schönberger Musiksommers und auch in diesem Jahr stehen einige davon auf dem Spielplan.
26 Konzerte und vier Kinderkonzerte werden geboten, das Programm des Schönberger Musiksommers hat sich enorm erweitert.
Der Schönberger Musiksommer ist weit mehr als ein Festival der Orgelmusik.
Ein musikalischer Festgottesdienst in der St.-Laurentius-Kirche leitet die Festivalsaison am 16. Juni mit einem musikalischen Gottesdienst ein, in dem die St.-Laurentius-Kantorei Motetten von Schütz und Bach aufführt. Die Kirche ist Spielstätte des Festivals und damit bis zum 21. September an jedem Dienstag nicht nur Gottes-, sondern auch Konzerthaus.
Die Gemeinde St. Laurentius lädt ab diesem Jahr nicht nur wieder jeden Dienstag zu Konzerten ein. Kantor Christoph Minke will zusätzlich immer freitags für 40 Minuten auf seiner Winzer-Orgel spielen.
Darüber hinaus ist auch in diesem Jahr viel Exotisches zu erleben. Zum Beispiel Jazz auf der Orgel, belgischer Kammerrock der Gruppe Aranis, zeitgenössische Kompositionen für Flöte und Zuspielband kombiniert mit Musik des 17. Jahrhunderts.
Besonders beliebt und schnell ausgebucht sind die vier Kinderkonzerte jeder Saison in Zusammenarbeit mit der Aktion SOS-Kinderdörfer weltweit. In diesem Jahr spielt ein internationales Marimba-Quartett den "Karneval der Tiere".
Zum Abschluss des Festivals hat die Schönberger Kantorei wieder ihren großen Auftritt, diesmal mit der Bach-Kantate "Christ lag in Todesbanden" und Mozarts Requiem.
Die St.-Laurentius-Kirche ist Spielstätte des Schönberger Musiksommers.
Das Gotteshaus der Stadt aus dem 14. Jahrhundert bildet die Kulisse für die Konzertreihe, die Winzerorgel aus dem Jahr 1847 spielt die klingende Hauptrolle der Orgelkonzerte.
Das Musikfestival in der westmecklenburgischen Kleinstadt findet nun schon zum 27. Mal statt. Das musikalische Spektrum der Konzertreihe beschränkt sich jedoch nicht allein auf Kirchenmusik, sondern schlägt einen Bogen bis zur zeitgenössischen Musik und dem Jazz.
Der Schönberger Musiksommer ist ein Festival, das von einer Kirchengemeinde und vielen Ehrenamtlichen der Region getragen wird. Die Freiwillige Feuerwehr ist zum Beispiel mit dabei und spendiert Gulaschsuppe, auch die Schönberger Parforcehornbläsergruppe spielt auf.
Parallel zum Festival finden nacheinander zwei Ausstellungen in der St.-Laurentius-Kirche statt: zunächst Fotografien aus den Ballungsräumen Indiens, anschließend eine Videoinstallation der Erfurter Künstlerin Leonore Kasper. In dieser zweiten Ausstellung steht der künstlerische Prozess der Filmentstehung im Mittelpunkt.
Die Ausstellungen sind Dienstag bis Sonnabend von 12 bis 17 Uhr sowie nach den Konzerten in der St.-Laurentius-Kirche zu sehen.

Jazz auf der Orgel, Orchestermusik auf dem Xylofon - Klang-Experimente sind auch in diesem Jahr das Markenzeichen des Schönberger Musiksommers. Festivalstart ist am Sonntag.