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Überall in Hamburg ist Werbung für das Musikfestival "Lux aeterna" zu sehen.
Die Zeit ist reif für ein neues Hamburger Musikfestival. Dies dachte sich zumindest Elbphilharmonie-Generalintendant Christoph Lieben-Seutter, der eine Schwäche für spirituelle Musik hat. Am Sonnabend hat das Festival "Lux aeterna" begonnen - in Kooperation mit NDR Das Alte Werk. Über einen Zeitraum von fünf Wochen sind 25 Konzerte mit Werken aus unterschiedlichen Epochen, Kulturen und Genres geplant. Zu hören sind Meisterwerke der geistlichen Musik von Monteverdi und Bach, Mozart und Bruckner. Aber auch die Rhythmen, die islamische Sufis in spirituelle Ekstase versetzen, gibt es zu entdecken. Und vieles mehr.
Zur Eröffnung erklang Monteverdis Marienvesper - unter der Leitung von Jordi Savall, dem "Großmeister der historischen Musizierpraxis". Der NDR Chor tritt am 27. Februar auf: Zusammen mit Concerto Köln und herausragenden Solisten führt er das Händel-Oratorium "Judas Maccabaeus" auf.
Die Spielstätten sind so vielfältig wie das Programm: die Laeiszhalle, die Kulturkirche Altona und die Kulturfabrik Kampnagel sind nur einige Spielorte. Auch in den Hauptkirchen St. Michaelis, St. Katharinen und St. Nikolai sowie im St. Marien-Dom sind Konzerte geplant. "Es ist eine Art Leistungsschau des Hamburger Musiklebens", sagte Lieben-Seutter im Vorfeld. Der Titel "Lux aeterna" bezieht sich nach Angaben der Veranstalter auf den Wunsch nach "ewigem Licht" aus dem katholischen Requiem.
Der weltbekannte Künstler Olafur Eliasson hat das Projekt "Little Sun" angestoßen.
Aber nicht nur musikalisch widmet sich das Festival dem Licht. Am Donnerstag, 7. Februar, präsentiert das Künstler-Studio Olafur Eliasson aus Berlin die Solar-Leuchte "Little Sun" im Brahms-Foyer der Laeiszhalle. Der Künstler und Licht-Designer Olafur Eliasson hat die Leuchte in Sonnenform zusammen mit dem Ingenieur Frederik Ottesen entwickelt. Sie soll den Menschen, die in Regionen ohne Elekritizität auskommen müssen, den Alltag erleichtern. Das handliche Objekt wird durch Sonnenlicht aufgeladen und leuchtet dann mehrere Stunden lang im Dunkeln. Seit dem Frühjahr 2012 läuft das Projekt. Bislang sind 100.000 Lampen produziert. Sie sind unter anderem für Afrika bestimmt, wo die Leuchten zu einem ortsüblichen Preis verkauft werden. Die Leuchten sind bis zu tausendmal wiederaufladbar - sie halten also mindestens drei Jahre.
In Hamburg können Festival-Besucher die Leuchte für 20 Euro erwerben. Sie ist aber auch im Internet unter www.littlesun.com zu kaufen. Von den Einnahmen in den Industrieländern wird die Produktion und der Vertrieb finanziert.