NDR Kultur
Das Kulturprogramm für Deutschlands Norden im Radio. mehr
Vor klassischer Kulisse hat Alondra de la Parra 2011 die Norddeutsche Philharmonie Rostock dirigiert.
Mit einem prall gefüllten Programm gehen die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr in die 23. Spielzeit. Das nach eigenen Angaben mittlerweile drittgrößte Klassik-Festival Deutschlands lockt das musikbegeisterte Publikum mit 125 hochkarätig besetzten Konzerten vom 9. Juni bis 9. September an.
Unter dem Motto "Komponierte Landschaften" verbinden die Veranstalter mit dem diesjährigen Festivalprogramm Meisterwerke der Musik mit Meisterwerken der Gartenarchitektur. Zu Spielstätten wie Kirchen, Gutshäusern und Scheunen, Klöstern und Schlössern kommen romantische Gartenanlagen, in Parks, Rosen-, Pfarr- und Apothekergärten hinzu. Elf der insgesamt 83 Spielstätten sind nun neu hinzugekommen.
Die Pianistin Hélène Grimaud ist Star-Gast beim diesjährigen Festival.
Herausragende Pianistinnen und Pianisten wie Hélène Grimaud, Bruno Leonardo Gelber und Boris Berezovsky werden im Land gastieren. Neben Konzerten mit Festspielpreisträgern wie Daniel Hope, Julia Fischer oder Daniel Müller-Schott oder Stars wie die Sängerin Anne Sofie von Otter werden auch bedeutende Orchester zu erleben sein. Schon traditionell vertreten ist das NDR Sinfonieorchester, erwartet werden aber auch das City of Birmingham Symphony Orchestra und das Helsinki Philharmonic Orchestra. Das Konzert der NDR Radiophilharmonie mit Solistenpreisträger Gabriel Schwabe, Violoncello, am 9. Juni in der Wismarer St. Georgen-Kirche eröffnet das Festival mit Werken von Dvořák und Tschaikowski.
Veronika Eberle an der Geige - Preisträgerin in Residence 2012 - gibt eine Kostprobe ihres Könnens.
Das Gesicht der Spielzeit 2012 als "Preisträgerin in Residence" ist die 23 Jahre alte Geigerin Veronika Eberle, die bereits mit 15 Jahren erstmals bei den Festspielen auftrat. Sie spielt in insgesamt 14 Konzerten, darunter vier großen Violinkonzerten. Gemeinsam mit früheren Preisträgern und musikalischen Freunden gibt sie zudem mehrere Kammermusikabende.
Die Zahl der Spielstätten auf dem Land ist ausgeweitet worden, unter ihnen der Botanische Garten Christiansberg in Vorpommern, der Kräutergarten Wangelin oder der Rosengarten von Groß Siemen. Schon seit Jahren vertreten und wiederum dabei ist das Landgestüt Redefin, das 2012 ein rundes Jubiläum feiert: Vor 200 Jahren ist es gegründet worden.
Quasi als Vorbote zum großen Konzertreigen des Festivals gibt es in diesem Jahr erstmals ein Festival vor dem Festival. Der Festspielfrühling Rügen lädt bereits vom 16. bis 25. März zu 13 Veranstaltungen vom Kammerkonzert über musikalisch kontrastierte Lesungen bis hin zum Bigband-Konzert auf die Ostsee-Insel ein. Auch prominente Gäste stehen auf der Bühne, etwa Alfred Biolek oder Sky du Mont.
Musikalische Vielseitigkeit gehört zum Programm des Fauré-Quartetts.
Wie ein roter Faden durch das Programm ist an 10 Terminen das Piano Ensemble Fauré Quartett in unterschiedlichen Konstellationen beteiligt. Einige Veranstaltungen seien jedoch bereits ausverkauft, teilte der Veranstalter mit. Für das musikalische Zusammentreffen der NDR Bigband mit dem Fauré Quartett am 23. März in Göhren gilt dies zum Glück noch nicht.
Neben internationalen Stars treten bei den Festspielen auch zahlreiche Künstler aus Mecklenburg-Vorpommern auf. Zudem erhält die Musik aus dem Nordosten im Programm ihren Platz: In diesem Jahr erklingt Musik der vor 200 Jahren in Friedland (Mecklenburg-Strelitz) geborenen Emilie Mayer. Die Komponistin sei einst als "neuer Beethoven" gefeiert worden, berichtete Festival-Intendant von Hülsen, nachdem sie 1883 starb, sei sie dennoch fast in Vergessenheit geraten.
Der Norddeutsche Rundfunk trägt zum Festivalprogramm wiederum mit Konzerten seiner Orchester und dem Chor bei. Als Medienpartner berichtet der NDR in Hörfunk und Fernsehen sowie online vom Festival.
Auch in diesem Jahr ist die Konzertkirche Neubrandenburg Bühne für das festliche Abschlusskonzert.
Die Festspiele enden am 9. September mit einem Konzert der NDR Radiophilharmonie in der Neubrandenburger Konzertkirche. Der Franzose Lionel Bringuier dirigiert Werke von Mendelssohn, Bruch und Beethoven, Solist ist der Geiger Daniel Hope.