Predigt und Begleittexte
DLF-Radiogottesdienst am 4. März 2012 aus der Marktkirche Hannover. Predigt von Ralf Meister, verlesen von Pastor Henning Busse.
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Die "Notkirche" St. Markus in Hamburg-Hoheluft
"Wie man beten soll, steht in der Bibel. Was man beten soll, steht in der Zeitung." So sprach einst der Schweizer Theologe Karl Barth. Aber so ein tägliches Gebet, das will gelernt und geübt sein. Das war das Thema im Radiogottesdienst am Sonntag, 13. Mai, aus der St. Markus-Kirche in Hamburg-Hoheluft.
Worte für ein Gebet fliegen einem nicht so einfach zu, sagt Pastor Michael Dülge. "Und wenn einem die rechten Worte fehlen, dann wird man stumm. Und stumm sein kann ja noch einen anderen Grund haben: Wer ist denn überhaupt mein Gesprächspartner? Ist da wirklich jemand, der meinen Stoßseufzer, meine Bitten, mein Klagen hört?"
Michael Dülge ist überzeugt, dass Gott all unser Reden hört, ob auf Plattdeutsch, Brasilianisch oder Kisuaheli. "Solange unser Reden und Tun aus dem Herzen kommt." Musikalisch wurde der Gottesdienst von der Kantorei St. Markus unter Leitung von Elisabeth Polster gestaltet, die auch die Orgel spielt.
Evangelischer Gottesdienst
Sonntag, 13. Mai 2012
St. Markus-Hoheluft
Heider Str. 1
20251 Hamburg
Übertragung ab 10 Uhr auf NDR Info
Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde St. Markus-Hoheluft ist eine der wenigen noch selbständigen Gemeinden in Hamburg. Mitten im Herzen des Stadtteils Hoheluft ist sie "Kirche im Dorf" und erfüllt mit ihrem großen Gemeindehaus auch die Funktion eines Stadtteilzentrums.
St. Markus ist eine äußerst lebendige Gemeinde mit vielen Angeboten, die Menschen jeden Alters ansprechen. Schwerpunkte der Arbeit sind Kinder und Jugendliche, Senioren und eine engagierte Kirchenmusik. Allein fünf Chöre sind in St. Markus zu Hause. 15 haupt- und über 100 ehrenamtliche Mitarbeiter tragen die Arbeit dieser Gemeinde.
1899 wurde St. Markus eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche im Juli 1943 von Fliegerbomben getroffen und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Für den Wiederaufbau war nach dem Krieg kein Geld vorhanden, aber es gab ein "NotkirchenProgramm".
Relief an der St. Markus-Kirche in Hamburg-Hoheluft.
Der Architekt Otto Bartning hatte ein Kirchenmodell aus vorgefertigten, tragenden Holzelementen entworfen, das von den Gemeinden in Eigenarbeit errichtet und mit Trümmersteinen aufgebaut werden konnte. Dieses Programm wurde vom Lutherischen Weltbund koordiniert und mit Spenden amerikanischer Kirchen finanziert.
In St. Markus passten die hölzernen Tragelemente zufällig in den Grundriss der Kirche. Und so wurden die Grundmauern der Seitenschiffe bis auf eine Höhe von drei Metern abgebrochen und die zeltartigen Träger in die neugotische Ruine eingesetzt. Chor und Turmstumpf der alten Kirche wurden gesichert und bilden heute mit den Notkirchenelementen ein einzigartiges Ensemble von besonderer Raumwirkung.
Die Predigt von Pastor Michael Dülge ist im Anschluss an den Gottesdienst hier abrufbar.