Spielfilme im NDR Fernsehen
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Hannelore Elsner ist die Erzählerin des Dokudramas und als Trollmanns Mutter zu sehen.
Ein Kinofilm widmet sich dem Leben und der Geschichte des Sinti-Boxers Johann Trollmann: das Dokudrama "Gibsy". Trollmann hatte seinen Spitznamen "Gibsy" in dieser Schreibweise auf seine Boxhose sticken lassen.
Regisseur Eike Besuden zeichnet das Leben des Boxers in den 1920er- und 30er-Jahren nach, mit Spielszenen und Gesprächen mit Zeitzeugen.
Hannelore Elsner ist als Mutter des Boxers Erzählerin des Films. Trollmann selbst wird von Hannes Wegener gespielt, der für diese Arbeit sechs Wochen lang Boxtraining absolvierte. Für die Koproduktion von NDR und den Bremer Pinguin Studios wurde vor allem in Niedersachsen gedreht, unter anderem in Varel, Sandbostel und Hannover.
Im Sommer 1933 wird der Boxer Johann Rukeli Trollmann Deutscher Meister im Halbschwergewicht.
Johann Trollmann gilt als ungewöhnliches Beispiel für Zivilcourage und aufrechten Gang in der Zeit des Nationalsozialismus.
Seine Freude währt nur kurz: Eine Woche später wird ihm der Titel mit einer fadenscheinigen Begründung wieder aberkannt. Trollmann ist Sinto - und Mitglieder einer nichtarischen Minderheit dürfen in dieser Zeit nicht mehr Sieger sein, schon gar nicht in dieser populären Kampfsportart.
Trollmanns Antwort auf die Ungerechtigkeit ist sehr gefährlich und setzt ein Zeichen: Mit weiß gepuderter Haut und hell gefärbten Haaren - als Karikatur eines Ariers - steigt er kurze Zeit später noch einmal in den Ring. Er verliert diesen Kampf nur deswegen, weil der "Zigeuner" auf Anweisung nicht siegen darf.
Trollmanns Tochter Rita Vowe und sein Großneffe Manuel Trollmann in Hannover.
Trollmann wurde 1939 zur Wehrmacht eingezogen und musste für die Nazis an der Ostfront kämpfen. 1942 wurde der Boxer ins Hamburger Konzentrationslager Neuengamme deportiert, 1944 im Außenlager Wittenberge erschlagen.
Im Zuge der Recherche hat Autor und Regisseur Eike Besuden unter anderem die vermisst geglaubte Tochter von Rukeli Trollmann gefunden. Sie hat vor allem eine Erinnerung: "An diese leuchtenden, dunklen Augen!"