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Blau verfremdetes Motiv: Eine ausgerollte Filmrolle. © © Henry Schmitt - Fotolia.com_23277998_M Fotograf: © Henry Schmitt - Fotolia.com_23277998_M
 

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"Gibsy": Dokudrama erinnert an Boxer Trollmann

Hannelore Elsner stellt auf der Berlinale den neuen Film "Kirschblüten - Hanami" vor © picture-alliance/ dpa Fotograf: Jan Woitas Detailansicht des Bildes Hannelore Elsner ist die Erzählerin des Dokudramas und als Trolmanns Mutter zu sehen. Dem Leben und der Geschichte des Sinti-Boxers Johann Trollmann wird ein Kinofilm gewidmet: In dem Dokudrama "Gibsy" - Trollmann hatte seinen Spitznamen "Gibsy" in dieser Schreibweise auf seine Boxhose sticken lassen- zeichnet Eike Besuden das Leben des Boxers in den 1920er und 30er Jahren nach, mit Spielszenen und Gesprächen mit Zeitzeugen.
Hannelore Elsner (68) wird als Mutter des Boxers Erzählerin des Films sein. Trollmann selbst wird von Hannes Wegener (30) gespielt, der für diese Arbeit sechs Wochen lang Boxtraining absolvierte. Für die Koproduktion von NDR und den Bremer Pinguin Studios wird noch bis Anfang Juli in Niedersachsen gedreht, unter anderem in Varel, Sandbostel und Hannover. In Hannover erinnert noch bis Ende Juni ein temporäres Denkmal an ihn.

Johann Wilhelm Trollmann, Boxer © dpa Detailansicht des Bildes Johann Trollmann gilt als ungewöhnliches Beispiel für Zivilcourage und aufrechten Gang in der Zeit des Nationalsozialismus. Im Sommer 1933 wird der Boxer Johann Rukeli Trollmann Deutscher Meister im Halbschwergewicht. Seine Freude währt nur kurz: Eine Woche später wird ihm der Titel mit einer fadenscheinigen Begründung wieder aberkannt. Trollmann ist Sinto – und Mitglieder einer nichtarischen Minderheit dürfen in dieser Zeit nicht mehr Sieger sein, schon gar nicht in dieser populären Kampfsportart. Trollmanns Antwort auf die Ungerechtigkeit ist sehr gefährlich und setzt ein Zeichen: Mit weiß gepuderter Haut und hell gefärbten Haaren – als Karikatur eines Ariers – steigt er kurze Zeit später noch einmal in den Ring. Er verliert diesen Kampf nur deswegen, weil der "Zigeuner" auf Anweisung nicht siegen darf. Trollmann wurde 1939 zur Wehrmacht eingezogen und musste für die Nazis an der Ostfront kämpfen. 1942 wurde der Boxer ins Hamburger Konzentrationslager Neuengamme deportiert, 1944 im Außenlager Wittenberge erschlagen.

Rita Vowe, Tochter des ehemaligen Boxers Johann Trollmann, und sein Großneffe Manuel Trollmann, stehen am Donnerstag in Hannover an der Skulptur "9841 - Temporäres Denkmal für Johann "Rukeli" Trollmann". © dpa - Bildfunk Fotograf: Holger Hollemann Detailansicht des Bildes Rita Vowe, Tochter des ehemaligen Boxers Johann Trollmann, und sein Großneffe Manuel Trollmann, an der Skulptur "9841 - Temporäres Denkmal für Johann 'Rukeli' Trollmann" in Hannover. Der Film wird voraussichtlich 2012 im Kino zu sehen sein, danach im NDR Fernsehen. Im Zuge der Recherche hat Autor und Regisseur Eike Besuden unter anderem die vermisst geglaubte Tochter von Rukeli Trollmann gefunden. Sie hat vor allem eine Erinnerung: "An diese leuchtenden, dunklen Augen!"

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Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: http://www.ndr.de/kultur/kino_und_film/ndr_produktionen/trollmann139.html
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Informationen zum pädagogischen Programm beim Netzwerk Erinnerung und Zukunft in der Region Hannover.

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Das Projekt "9841 - Temporäres Denkmal für Johann 'Rukeli' Trollmann".

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27.12.1907: Geburtstag Boxer "Rukelie" Trollmann

In Hannover wird der Boxer Johann Wilhelm Trollmann geboren.

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