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Blau verfremdetes Motiv: Eine ausgerollte Filmrolle. © © Henry Schmitt - Fotolia.com_23277998_M Fotograf: © Henry Schmitt - Fotolia.com_23277998_M
 

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Großes Kino in Oldenburg

von Kristin Hunfeld

Torsten Neumann, Leiter des Filmfests Oldenburg (rechts), begrüßt auf den Roten Teppich Produzent Herbert Schwering, Regisseurin Lola Randl und Hauptdarstellerin des Eröffnungsfilmes, Sunnyi Melles (von Links), zur Eröffnungsveranstaltung im Staatstheater Oldenburg. © dpa-Bildfunk Fotograf: Ingo Wagner/dpa Detailansicht des Bildes Auf dem Filmfest konnte Festivalchef Torsten Neumann (r.) die Mitwirkenden des Eröffnungsfilms begrüßen: (v.l.) Produzent Herbert Schwering, Regisseurin Lola Randl und Hauptdarstellerin Sunnyi Melles. Von Mittwoch bis Sonntag haben in Oldenburg rund 15.000 Besucher Kino-Werke aus mehr als 15 Ländern gesehen. "Ich bin sehr zufrieden und positiv überrascht", sagte der Leiter des Filmfestes Oldenburg, Torsten Neumann. Die Bandbreite des Angebots mit mehreren Weltpremieren reichte vom romantischen Film bis zum Vampirfilm. Neben dem Staatstheater und Kinos diente auch die Justizvollzugsanstalt als Spielstätte.

Komplizierte Dreharbeiten zu "Die Erfindung der Liebe"

Eröffnet worden war das Festival mit "Die Erfindung der Liebe". Ein Film mit Starbesetzung - Sunnyi Melles, Mario Adorf und Irm Herrmann - und mit komplizierter Entstehungsgeschichte. Während der Dreharbeiten verstarb unerwartet die Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky. Nicht nur ein Schock und eine große emotionale Belastung für alle Beteiligten, sondern auch eine große Herausforderung für das Projekt. Doch Regisseurin Lola Randl und ihr Team gaben nicht auf, sie bauten das Drehbuch um und inszenierten die Beziehungskomödie um ein Gaunerpärchen, das es auf das Erbe einer Milliardärin abgesehen hat, als Film im Film.

Internationale und deutsche Stars auf dem roten Teppich

Im Gespräch: Filmfan, Radley Metzger, Arthur Brauss (von links nach rechts). © NDR Fotograf: Kristin Hunfeld Detailansicht des Bildes Auch Arthur Brauss (r.) hatte seinen Besuch angekündigt. Ebenfalls auf dem Roten Teppich in Oldenburg: Schauspieler und Regisseur Bobcat Goldthwait, bekannt unter anderem durch die Rolle des Zed in der US-Reihe "Police Academy", und in diesem Jahr Jurypräsident. Auch Arthur Brauss ("Großstadtrevier", "Die Angst des Tormanns beim Elfmeter", "Der Stoff aus dem die Träume sind", "Steiner - Das eiserne Kreuz"), der das Filmfest seit seinem ersten Besuch vor drei Jahren ins Herz geschlossen hat, kamen bereits am Eröffnungsabend.

Tochter des legendären US-Regisseurs John Cassavetes

Die Oldenburger Filmfans durften sich auch über einen weiteren alten Bekannten freuen: Seymour Cassel (78), Hollywood-Haudegen, Ikone des amerikanischen unabhängigen Films, und langjähriger Stammgast in Oldenburg. Er brachte eine Schauspielerin und Drehbuchautorin mit, die in Oldenburg ihr Regiedebüt vorstellte und die einen großen Namen trägt: Xan Cassavetes, Tochter des legendären US-Regisseurs John Cassavetes, in dessen Film "Schatten" Cassel 1959 seinen allerersten Leinwandauftritt hatte, und mit dem er später "Gesichter" (1968), "Die Ermordung eines chinesischen Buchmachers" (1976), und "Minnie und Moskovitz" (1971) drehte. Letztere mit der damals sechsjährigen Xan Cassavetes in einer kleinen Nebenrolle.

Seymour Cassel erhält Großes Stadtsiegel

Seymour Cassel in einer Filmszene in "Booster" von Regisseur Matt Ruskin. © Filmfestival Oldenburg Detailansicht des Bildes Seymour Cassel wurde beim Filmfest Oldenburg mit dem Großen Stadtsiegel ausgezeichnet. Für seine Verdienste um das Filmfest und um die Stadt Oldenburg wurde Seymour Cassel am Donnerstag mit dem Großen Stadtsiegel ausgezeichnet. Und in der Tat: der gute Ruf, den Stadt und Filmfest in Übersee genießen, hat viel mit der regen Mundpropaganda der internationalen Gäste untereinander zu tun. So hatte auch Regisseur und Kameramann Phedon Papamichael, Ehrengast im vergangenen Jahr, und mit der Cassavetes-Familie verwandt, schon vor seinem Besuch von Oldenburg gehört. Und wer weiß, vielleicht gelingt es auf diese Weise, eines Tages George Clooney an die Hunte zu locken, schließlich hat Phedon Papamichael mehrfach mit ihm gedreht, zuletzt für "The Monuments Men", unter anderem im Harz.

Filmfest bleibt in Oldenburg

Im September 2012 hatte die Zukunft des Internationalen Filmfests Oldenburg am seidenen Faden gehangen. Die Gerüchte, das Festival werde nach mehrfacher Kürzung der städtischen Förderung abwandern, womöglich nach Bremen, haben sich indes nicht bestätigt. Das Filmfest ist der Stadt erhalten geblieben und Filmfans aus Oldenburg und Umgebung konnten aufatmen.

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 11.09.2013 | 19:30 Uhr

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20. Internationales Filmfestival Oldenburg

11. - 15.09.2013

Fünf Tage Filmfest an verschiedenen Veranstaltungsorten im Stadtgebiet.

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Weitere Informationen auf der Homepage des Festivals.

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Bei großem Medienandrang enthüllt Schauspielerin Veronica Ferres am 13.09.2013 zusammen mit dem Generalbevollmächtigten der Oldenburgischen Landesbank (OLB), Hilger König (l), und dem Leiter des Filmfestes Oldenburg, Torsten Neumann, ihren Stern auf der OLB-Star-Promenade in Oldenburg (Niedersachsen). © dpa-Bildfunk Fotograf: Ingo Wagner
 

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