Zeit der Horrorfilme: Das Fantasy Filmfest

Eine Woche lang hat das Hamburger Fantasy Filmfest erwartungsgemäß Gänsehaut für Kino-Fans geboten. Bereits beim Blick aufs Programm fallen einem angstgeweitete Augen, blutgetränkte Kleidungsstücke und Waffen jeglicher Art auf - mit den dazugehörigen Filmen und Bezeichnungen wie "Home-Invasion-Thriller" oder "Haunted-House-Movie". Am 29. August hatte das Spektakel ein Ende - vorerst ...

Es braucht einen zweiten Blick, um die möglichen Perlen des Programms zu entdecken. Perlen für all diejenigen, die weniger Filmblut und Gewalt wollen, sondern eher spannende Thriller und außergewöhnliche Filme erwarten, die sonst nicht auf der großen Leinwand zu sehen sind.

Diese Erwartung wurde auch nicht enttäuscht: Es gab Thriller wie den spanischen Film "Hidden Face" über eine junge Frau, die sich aus Versehen ohne Schlüssel in einen geheimen Raum einer Villa einschließt und zusehen muss, wie ihr Freund sie sucht, anfängt sie zu vergessen und dann sich neu verliebt. Oder Filme mit opulenten Bildern und utopischer Handlung wie "Beasts of the Southern Wild". Der Film wurde bereits bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes (Caméra d'or) und beim Sundance Filmfest in den USA ausgezeichnet. Die Geschichte spielt in Lousiana in einer nahen Zukunft, in der das Leben der Menschen durch die schmelzenden Eismassen der Pole von einer Flut und freigesetzten, monströsen Urzeit-Tieren bedroht wird.

Filmemacher zu Besuch

Ein Pärchen auf einem Campingplatz - Szene aus Sightseers © MFA + Film Distribution Detailansicht des Bildes Hauptdarsteller und Autoren der britischen Killerkomödie "Sightseers": Alice Lowe und Steve Oram. Zur Aufführung seines Films "Beasts of the Southern Wild" kam der Regisseur Benh Zeitlin nach Hamburg. Daneben hatten sich unter anderem die Hauptdarsteller, die gleichzeitig Drehbuchautoren des Eröffnungsfilms "Sightseers" sind, angesagt.

Außerdem kam die Regisseurin des Films "Chained", Jennifer Lynch. Der dritte Film der Tochter des Kultregisseurs David Lynch ist ein düsterer Horrrofilm über einen Psychopathen (Vincent D'Onofrio), der einen Jungen jahrelang festhält. Auch die Regisseure der Filme "Storage 24" und "Cockney vs. Zombies" wurden in Hamburg als Gäste erwartet.

Ein Wettbewerb, Genrefilme und Auftritte der (alternden) Stars

Den einzigen Preis des Festivals vergibt das Publikum. Im vergangenen Jahr gewann die deutsche Postapokalypse "Hell" von Tim Fehlbaum. 2012 ist kein deutscher Film im Programm. Ganz ohne deutsche Beteiligung war das Festival aber nicht. In dem spanischen Film "Eva" etwa hat Daniel Brühl die Hauptrolle und spielt einen Roboterdesigner, der den Prototypen eines künstlichen Kindes entwickelt. Als "Vorlage" dient ihm die Tochter seines Bruders und seiner Ex-Freundin.

Auch weitere Schauspieler, die dem breiten Publikum bekannt sind, finden sich in den Besetzungslisten einiger Festivalfilme. So hat Matthew McConaughey als "Killer Joe" eine Hauptrolle in dem gleichnamigen Film von William Friedkin, der 1973 den Exorzisten drehte. Selma Blair ist sowohl im Thriller "Columbus Circle", als auch in "Replica" zu sehen. Auch Jean Claude Van Damme ist dabei und zwar in einer weiteren Folge von "Universal Soldiers" zusammen mit Dolph Lundgren.

David Hasselhoff rettet vor dem Bösen

David Hasselhoff sitzt in seinem Lifeguard-Stuhl - Szene aus "Piranha 3DD" © Tiberius Film Detailansicht des Bildes David Hasselhoff darf wieder einmal einen Rettungsschwimmer spielen - diesmal in "Piranha 3DD" Mark Hamill, der seine Karriere als Luke Skywalker in den Star-Wars-Filmen begann, ist im Gangsterfilm "Sushi-Girl" zu sehen und David Hasselhoff spielt sich selbst in "Piranha 3DD". Der Verleih preist den Film mit "coolerer Action, fieseren Fischen, größeren Brüsten" an - etwas für Liebhaber.

Natürlich gab es Filme mit Zombies, Vampiren, Geistern und Werwölfen, prügelnden Polizisten, gewalttätigen Gangstern und schreienden Teenagern zu sehen. In der Reihe Focus Asia kamen die Fans asiatischer Streifen auf ihre Kosten. Für alle, denen Filmblut nichts ausmacht: In der Reihe "Midnight Madness" liefen die Filme für starke Nerven. Generell gilt für das Fantasy Filmfest: Eintritt ab 18 Jahren.

Ein Werwolf steht vor einem Vollmondnachthimmel - Szene aus "Game of Werewolves". © Senator Film

Zeit der Horrorfilme: Das Fantasy Filmfest

Gangster, Zombies und Psychopathen treiben seit Mittwoch für eine Woche lang ihr Unwesen beim Fantasy Filmfest in Hamburg. Die meisten Filme sind nichts für schwache Nerven.

  • Art: Fest
  • Datum:
  • Ende:
  • Adresse:
    CinemaxX Dammtor
    Dammtordamm 1
    20354  Hamburg
  • E-Mail: info@fantasyfilmfest.com
  • Preis: 9,- / 3D-Filme: 11,- Euro
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Fantasy Filmfest Hamburg

22. bis 29. August 2012

Festivalkino:
CinemaxX Dammtor
Dammtordamm 1
20354 Hamburg

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Plakatmotiv des Fantasyfilmfest 2012 © Fantasy Filmfest
 
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Weitere Informationen zu den Filmen des Festivals.

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