Das Jazz Radioprogramm
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Das Kampnagel-Theater in der Hamburger Jarrestraße
Vom Underdog zum Überjazz. Der Jazz in Hamburg hat viele Facetten, aber in den Vergangenheit gab es nur begrenzte Möglichkeiten für lokale Musiker, diese Facetten einem größeren Publikum vorzustellen. Die freischaffenden Hamburger Jazzer nehmen das "Über" meist in Verbindung mit "Leben" in den Mund.
Eine feste Festival-Stätte für Hamburger Musiker sind die 2004 ins Leben gerufenen Hamburger Jazztage. Dort teilen sich die lokalen Musiker alljährlich die Bühne mit den Big Names des Jazz. Im Oktober 2010 gingen die Hamburger Jazztage zum ersten Mal unter dem neuen Namen "Überjazz" an den Start - als Kooperation des Hamburger Jazzbüros mit der Jazzredaktion des NDR, dem Konzertveranstalter Karsten Jahnke und den Programmmachern der Kampnagelfabrik.
Und dort, auf Kampnagel, konnte man im Oktober 2010 auf vier Bühnen 22 Bands erleben. Die nationale und die internationale Szene gab sich hier die Garderoben-Klinke in die Hand. Das Programm hatte es in sich und war für ein Publikum jeglicher Couleur gestrickt: Modernes neben Traditionellem, Mainstream neben Avantgarde.
Ihr Debüt-Album "Salt" verhalf Jazzsängerin Lizz Wright 2003 zum internationalen Durchbruch.
Lizz Wright, John Scofield und Jason Moran füllten jeweils den großen Saal auf Kampnagel, während alte Hasen wie der Äthiopier Mulato Astatke mit seinen Heliocentrics das Publikum in der gegenüberliegenden Halle zum Tanzen brachte oder das Rusconi Trio aus der Schweiz ein fulminantes Konzert gab. Mit der NDR Bigband, dem Frank Delle Trio, dem Hammer Klavier Trio oder dem Capri di Rote Quintett aus Hamburg machte sich auch die lokale Szene auf, das Festivalpublikum zu begeistern.
Die Rechnung der Veranstalter ging auf. Das Überjazz-Festival leuchtet als neuer Stern am Himmel des Hamburger Jazz. Die Highlights der Überjazz-Premiere sind in der NDR Info Jazz Nacht vom 12. auf den 13. März zu hören.