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Sie bilden ein transatlantisches Bündnis des Jazz - "The Impossible Gentleman".
Mike Walker ist Brite und Gentleman. "Wir sind Gäste der Musik", sagt er zum Beispiel. "Ich habe nichts dagegen, zu begleiten, solange es der Musik dient. Das ist wichtiger, als mein Ego in den Mittelpunkt zu stellen." Dabei hätte der Gitarrist allen Grund, ein wenig anzugeben.
Davon kann sich auch das Publikum überzeugen, wenn er mit Quartett zum Konzert an zwei Abenden im November ins Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg kommt.
Einst sprang Walker bei Mike Gibbs für John Scofield ein - und wurde prompt von Kenny Wheeler für dessen Big Band engagiert. Mit Kollegen wie Django Bates, John Taylor und Julian Argüelles war er nun im Herzen der britischen Jazzszene angekommen, tourte bald mit George Russel international, spielte mit Anthony Braxton, Bill Frisell oder Dave Holland.
Konzert #6
Donnerstag, 22. November 2012, 20 Uhr
Freitag, 23. November 2012, 20 Uhr
Set 1: Django Bates "Beloved Bird"
Django Bates (p), Petter Eldh (b), Peter Bruun (dr)
Set 2: The Impossible Gentlemen
Gwilym Simcock (p), Mike Walker (g), Steve Swallow (b), Adam Nussbaum (dr)
Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg, Oberstraße 120
Vor zwei Jahren träumte er davon, ein transatlantisches Quartett zu gründen. Eine glückliche Fügung machte es schließlich möglich. Der US-amerikanische Bassist Steve Swallow erzählt: "Ich freue mich sehr, dass Mike sich entschloss, mit Gwilym, Adam und mir zu spielen. Er und Gwilym sind hervorragende Musiker, die ständig die Grenzen des Jazz erweitern. Adam und ich stehen da eher für die traditionellen Werte. Diese beiden Pole halten wir in einer sehr anregenden Balance."
NDR Jazzworkshop November 2012
The Impossible Gentlemen
Gwilym Simcock (p)
Mike Walker (g)
Steve Swallow (b)
Adam Nussbaum (dr)
In der Tat gehören Swallow und Nussbaum zu den dienstältesten Innovatoren aus den USA, waren schon mit allen Wassern des Jazz gewaschen, als sie in den Achtzigern im John Scofield Trio aufeinander trafen.
Gwilym Simcock spielt auch bei dem Quartett mit.
Da war Gwilym Simcock noch ein kleiner Junge. Ein Newcomer ist er allerdings schon länger nicht mehr. In den vergangenen Jahren komponierte er Klavierkonzerte für die NDR Bigband und das BBC Sinfonieorchester, improvisierte mit Tim Garlands "Lighthouse" sowie mit eigenem Trio brillante, einfallsreiche Musik und wurde bereits mit Keith Jarrett und John Taylor verglichen ("nur jazziger!").
"Wir alle mögen Motown und Earth, Wind & Fire", beschreibt Walker die 'Impossible Gentlemen'. "Aber wir lieben auch Basie und Bach. Das kommt alles in den Topf und wir spielen los. Ich mag das: Es gibt nicht viel Geschriebenes, es ist sehr feurig!"

Das Jazz-Quartett "The Impossible Gentlemen" kommt mental aus dem Herzen der britischen Jazzszene. Im November spielen sie im Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg.