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Elbjazz Festival
Hafen Hamburg - Tor zur Welt. Das gilt nicht nur für den Warenhandel oder den Tourismus, sondern seit 2010 auch für den Jazz. An zwei Tagen Ende Mai 2011 tummelten sich internationale Künstler genauso wie heimische Jazz-Größen oder Newcomer an der Waterkant rund um die Hamburger HafenCity, die Speicherstadt und viele andere interessante Locations in Wassernähe.
So ist Elbjazz zum Umschlagplatz für eine Musik geworden, deren nährstoffreicher Boden die buntesten, exotischsten und manchmal auch wildesten Blüten hervorbringt. Im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben, ging das Elbjazz-Festival 2011 in die zweite Runde.
Während die großen Bühnen in der HafenCity und auf dem Gelände von Blohm + Voss überwiegend Platz für die arrivierten Künstler und ihre Bands boten, gab es für die weniger bekannten Gruppen kleinere Bühnen in Theatern, in Clubs, auf Barkassen und auf Schiffen. Sie heißen Hedi, Cap San Diego oder MS Bleichen und sind an Atmosphäre kaum zu überbieten.
Bei Elbjazz kommt es auf den eigenen Entdeckergeist an. Wer einfach nur Lust hat, sich auf einer Barkasse mit viel Gischt und Dieselmotorengeruch vom engen Club zur nächsten Bühne an der Spitze eines Docks schippern zu lassen, um zu sehen wer oder was da kam, für den ist dieses Festival genau richtig. Der Eventcharakter spielt eine wichtige Rolle und doch ist immer die Musik der eigentliche Star.
Klaus Doldinger, Nils Landgren und Lars Danielsson
Das Programm des Elbjazz-Festivals 2011 bot wieder große musikalische Vielfalt. Die NDR Bigband und der englische Komponist Colin Towns stellten stellten live ihr neues Projekt "Hamburg Harbour Sound & Vision 2915-2011" vor, eine musikalisch-filmische Zeitreise durch den Hamburger Hafen.
Weitere Highlights im Elbjazz-Programm waren der amerikanische Bassist Charlie Haden mit seinem Quartet West, das Passport-Urgestein Klaus Doldinger und der ehemalige James Brown-Saxofonist Pee Wee Ellis. Skandinavien war mit den Schweden Nils Landgren und Lars Danielsson, dem Norweger Helge Sunde mit seinem Ensemble Denada vertreten. Daneben waren angesagte Bands aus Amerika, Brasilien, England, Italien, Frankreich, Portugal, Polen, den Niederlanden und der Schweiz zu erleben.
Auch die ungemein vielseitige Hamburger Jazz-Szene nutzte die Gelegenheit, sich einem größeren Publikum zu präsentieren.