ARD Radio Tatort
Jeden Monat kommt Spannung pur aus ganz Deutschland beim Radio Tatort.
Link in neuem Fenster öffnenNach einem wahren Kriminalfall von Matthias Eckholdt und Tatjana Rese
Sendetermin: 11. Februar 2012, 21.05 Uhr
Regie: Christoph Dietrich
Studio H2 ArGe 2011 | 55 Minuten
Mit Sven Lehmann, Martin Seifert und Ilka Teichmüller
Im Totenbuch der Gedenkstätte Plötzensee findet sich unter den Fotografien der hingerichteten Widerstandskämpfer des 20. Juli und der "Roten Kapelle" auch das Konterfei eines Mörders. Er wurde nach kurzem Prozess im Frühjahr 1944 geköpft.
Gedenkstätte für die Opfer des Hitlerregimes in Berlin-Plötzensee.
Sein Verbrechen: Mord an einer Jüdin und deren achtjähriger Tochter. Das Berliner Sondergericht urteilt: Mord aus kaltberechnender Habgier. Ein Kommissar der Berliner Kriminalpolizei überführt diesen "Verbrecher" im Winter 1943/44, während die Reichshauptstadt die schwersten Luftangriffe erlebt.
Der Kommissar, Rolf Bernhard Holle, ist Mitglied der SS und preußischer Beamter. In der BRD wird er 1951 eines der Gründungsmitglieder des Bundeskriminalamtes und gehört bis zu seiner Pensionierung 1972 zu dessen Führungsstab. Das Hörspiel rekonstruiert das Verhör, in dem der Mörder überführt wurde, wie es - der Faktenlage nach und den Charakteren gemäß - gewesen sein könnte.
Matthias Eckoldt, geboren 1964, war Elektriker, brach ein Biologiestudium ab und arbeitete in diversen Berufen, bevor er Philosophie, Germanistik und Kulturwissenschaften studierte. Er schrieb unter anderem Essays und lebt in Berlin.
Tatjana Rese, geboren 1956 in Berlin, ist Schauspieldirektorin am Landestheater Detmold. An der Esslinger Landesbühne und am Staatstheater Braunschweig war sie über acht Jahre Oberspielleiterin. Als freie Theaterregisseurin inszenierte sie etwa am Deutschen Theater Berlin, am Schauspiel Frankfurt am Main sowie in Dresden und München.