Stand: 03.02.2011 15:54 Uhr  | Archiv

Das verschwundene Dorf

von Maya Ueckert

Ein ganzes Dorf musste weichen, damit der Hamburger Hafen wachsen konnte. Bis zu 2.500 Bewohner lebten einst in Altenwerder, sie alle mussten ihr Zuhause verlassen. Lange haben sie für die Erhaltung ihres Dorfes gekämpft - vergeblich. Alle Häuser wurden abgerissen, heute steht nur noch die Kirche St. Gertrud. Ein Ort der Erinnerung zwischen Container-Terminal und der A 7.

Der langsame Abschied von Altenwerder begann vor rund 50 Jahren. Für die Erweiterung des Hafens nahm die Stadt Hamburg Altenwerder ins Visier, im Jahr 1961 wurde das Hafenerweiterungsgesetz beschlossen. Von nun an durften die Einwohner des Dorfes nichts mehr bauen oder Wesentliches auf ihren Grundstücken verändern. Viele Bewohner wollten die Bedrohung, Haus und Hof zu verlieren, nicht ernst nehmen - und lange passierte auch wenig. 1973 wurde die Räumung des Dorfes schließlich endgültig beschlossen. In den folgenden Jahren wurden Häuser in großem Stil abgerissen, 1989 standen nur noch elf Gebäude. Seit 1998 leben in diesem Stadtteil keine Menschen mehr. Im Jahr 2002 wurde ein hochmoderner Container-Terminal in Betrieb genommen.

Alle Proteste der Einwohner waren vergeblich, letztendlich mussten sie gehen. Auch Klaus Lippmann musste zusehen, wie sein Dorf langsam verschwand. NDR.de erzählte er seine ganz persönlichen Erinnerungen.

 

Die Kirche St. Gertrud in Hamburg-Altenwerder. © Schwartau, H.U. und Lothar Ehlers Fotograf: Schwartau, H.U. und Lothar Ehlers

Das verschwundene Dorf

Für die Erweiterung des Hamburger Hafens wurde das Dorf Altenwerder komplett abgerissen - nur die Kirche St. Gertrud ist geblieben. NDR.de hat mit der Kamera einen ehemaligen Bewohner besucht.

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Fotos im Filmbeitrag: H.U.Schwartau und Lothar Ehlers

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