Archiv

Brokdorf - Symbol der Anti-AKW-Bewegung

In Brokdorf formierte sich 1976 erstmals breiter und vor allem gewaltsamer Protest gegen den Bau eines Atomkraftwerks. Bilder von Großdemonstrationen und bürgerkriegsähnlichen Schlachten am Bauzaun flimmerten durch die Wohnstuben. Trotz allem ging der Meiler 1986, als erstes AKW nach dem Unfall von Tschernobyl, ans Netz. Bilanz der Auseinandersetzungen um den Kraftwerkbau: Hunderte verletzte Polizisten und Demonstranten, das politische Aus für einen Hamburger Bürgermeister und einen Innensenator sowie ein wegweisendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Versammlungsfreiheit.

 

AKW Brokdorf: Chronik

1972 begannen die Planungen, 1986 ging das Kernkraftwerk als erstes in Deutschland nach dem Unfall von Tschernobyl ans Netz. Ein Überblick über die Bau- und Protestgeschichte. mehr

1981: Großdemo gegen AKW Brokdorf

Zur bis dahin größten Anti-Atom-Demonstration kommen am 28. Februar 1981 etwa 100.000 Menschen an die Unterelbe - trotz eines kurzfristigen Verbots und massiver Polizeipräsenz. mehr

Der Niedergang einer als "sauber" gefeierten Energietechnik

Als in den 60er-Jahren die ersten Atomreaktor-Kuppeln in der Landschaft auftauchten, regte sich niemand auf. Wie die zivile Kernenergie vom politischen Lieblingskind zum Buhmann wurde. mehr