Stand: 08.08.2012 17:29 Uhr  | Archiv

225 Jahre im Einsatz: Die Wasserschutzpolizei

von Katharina Gelhaus

Der Hamburger Hafen im 18. Jahrhundert: Kriminelle haben es auf die vielen wertvollen Güter aus aller Welt abgesehen. Kaufleute, Kapitäne und Schiffsbesatzungen fordern Patrouillen, die im Hafen an Land und zu Wasser für Ordnung und Sicherheit sorgen. Der Hamburger Rat gibt 1787 schließlich nach: Ein kleines Segelboot mit vier Mann Besatzung patrouilliert ab dem 26. Oktober 1787 im inneren Hafen. Diese sogenannte Binnenrunde gilt als die Geburtsstunde der Hamburger Wasserschutzpolizei.

Von der Binnenrunde zur Wasserschutzpolizei

Die regelmäßigen Kontrollfahrten bewähren sich, sodass ab 1799 eine weitere Gruppe im Bereich des Oberhafens auf Streife geht. Die beiden Patrouillen werden 1822 unter dem Namen Hafenrunde zusammengefasst. Auch das Aufgabengebiet erweitert sich: Die Mitarbeiter sind von nun an auch an Land tätig und kontrollieren beispielsweise die Einhaltung von Zollvorschriften.

Petroleum als Herausforderung

Auch der Hafen entwickelt sich stetig. Bereits in den 1820er-Jahren erreichen die ersten Dampfschiffe Hamburg. Die technische Entwicklung hat jedoch auch negative Folgen: Immer wieder kommt es zu schlimmen Unglücken in Lagern oder auf Schiffen, wenn sich Petroleumfässer entzündeten. Die Stadt Hamburg erlässt schließlich 1865 strenge Regeln für den Umgang mit dem Brennstoff - deren Überprüfung zur neuen Aufgabe der Hafenrunde wird. Bis heute kontrollieren die Wasserschutzpolizisten den Umgang mit Gefahrgütern.

1869 erhält die Hafenrunde den neuen Namen Hafenpolizei. Mit dem steigenden Hafenverkehr wächst die Zahl der Hafenpolizisten kontinuierlich: Zwei "Capitänen" werden rund 60 "Offizianten" unterstellt. Neue Uniformen sollen gewährleisten, dass Hafenpolizisten von jedermann gut erkannt und zugeordnet werden können.

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