Affären, Proteste, Mauerfall: Die 80er-Jahre

Hitlers Tagebücher, Barschel-Affäre, Spielbanken-Skandal in Niedersachsen: Die 80er wirbeln reichlich medialen und politischen Staub auf. Der Widerstand gegen die Atomkraft wächst, Zehntausende demonstrieren. 1980 gründen sich die Grünen als parteipolitischer Arm der Umwelt- und Anti-Atomkraft-Bewegung. 1986 gerät ein Atomkraftwerk in Tschernobyl außer Kontrolle und explodiert. Eine radioaktive Wolke treibt über weite Teile Europas.

In Hannover öffnet die erste Computermesse CeBIT - digitale Rechner gehören immer selbstverständlicher zum Alltag vieler Menschen. In Osteuropa stehen die Zeichen auf Wandel. Michail Gorbatschow leitet fundamentale Reformen ein, die zur Auflösung der Sowjetunion führen und 1989 den Fall der Mauer ermöglichen.

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"Deutsche Aktion": Neonazi-Terror 1980

Bereits in den 1980er-Jahren ermordeten Neonazis Migranten. Bei einem Anschlag in Hamburg starben damals zwei junge Vietnamesen. Chef der Attentäter war Manfred Roeder. mehr

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Als Greenpeace im Norden zu kämpfen begann

13. Oktober 1980: Umweltschützer blockieren ein Schiff an der Unterweser, das Dünnsäure in der Nordsee verklappen will. Ein Greenpeace-Gründer erinnert sich. mehr

Andy Warhol bringt die Pop-Art nach Lübeck

Es ist eine kleine Sensation: Am 13. November 1980 eröffnet der US-Künstler eine Ausstellung in der Hansestadt und präsentiert sein neuestes Werk - das "Holstentor". mehr

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Die Rache der Marianne Bachmeier

6. März 1981: In einem Lübecker Gerichtssaal erschießt Marianne Bachmeier den mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter. Ihr Akt der Selbstjustiz schreibt Rechtsgeschichte. mehr

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Vor 30 Jahren: Frieden für die Hafenstraße

Jahrelang schwelt der Streit um besetzte Häuser an der Hamburger Hafenstraße. Am 19. November 1987 beendet das "Dohnanyi-Ehrenwort" den teils gewalttätigen Konflikt. mehr

1982: RAF-Terrorist Klar geht in die Falle

Am 16. November 1982 wird der RAF-Terrorist Christian Klar im Sachsenwald bei Hamburg geschnappt. Ein entschlüsselter Lageplan und ein Infrarot-Detektor führen zum Erfolg. mehr

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Der Skandal um Hitlers "Tagebücher"

Ein windiger Fälscher und ein Reporter mit Spürnase narrten 1983 den "Stern". Hitler privat wollten sie präsentieren - und ruinierten die Glaubwürdigkeit des Magazins. mehr

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Das Ende der "Todesautomaten" in der DDR

Am 30. November 1984 baut die DDR die letzte Selbstschussanlage ab. Seit 1971 sicherten sie die innerdeutsche Grenze. Mindestens neun Flüchtlinge starben durch die "Todesautomaten". mehr

Das Wattenmeer wird zum Nationalpark

Am 1. Oktober 1985 entsteht in Schleswig-Holstein der größte Nationalpark Deutschlands - zum Unmut vieler Küstenbewohner. Sie fürchten um ihre wirtschaftliche Existenz. mehr

CeBIT: Das Schaufenster der Bits & Bytes

Am 12. März 1986 öffnet in Hannover die erste eigenständige CeBIT. Die Hightech-Messe spiegelt Aufstieg, Krisen und Wandel der Computer-Branche. Ein Rückblick. mehr

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Tschernobyl: Wie reagierte Deutschland auf den Super-GAU?

Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl zieht 1986 eine radioaktive Wolke nach Deutschland. Das Unglück trifft Bundesrepublik und DDR unvorbereitet. Notfallpläne gibt es keine. mehr

Der Letzte macht das Licht aus

30. September 1986: Ferdinand Denzien löscht das Leitfeuer Eckernförde am Klintbarg zum letzten Mal. Der Beruf des Leuchtturmwärters gehört in Westdeutschland der Geschichte an. mehr

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Die "Cap San Diego" kommt nach Hamburg

Am 31. Oktober 1986 bereiten die Hamburger ihrem künftigen Museumsschiff einen begeisterten Empfang. Heute ist der Frachter "Cap San Diego" ein wichtiges Stück Hafenpanorama. mehr

Flugzeugabsturz 1986: Tödliche Klassenfahrt

12. Dezember 1986: Eine Aeroflot-Maschine stürzt vor Berlin ab. 72 Menschen kommen ums Leben, darunter 20 Schüler aus Schwerin. Sie waren auf dem Rückweg von einer Klassenfahrt nach Minsk. mehr

Mai 1987: Wie einer über den Kreml flog

Es war eine waghalsige Aktion, die Mathias Rust am 28. Mai 1987 weltberühmt machte: Mit einem Sportflugzeug landete der damals 18-Jährige am Roten Platz in Moskau. mehr

Der Fall Barschel: Polit-Skandal und Tod

Einen Tag vor der Schleswig-Holstein-Wahl am 13. September 1987 platzt die Bombe: SPD-Kandidat Engholm wurde im Wahlkampf ausspioniert. Wusste Ministerpräsident Barschel davon? mehr

Charles und Diana besuchen Hamburg

Royaler Glanz erhellt 1987 einen Herbsttag in der Hansestadt: Die "Prinzessin der Herzen" und ihr Mann geben sich die Ehre und lassen sich auf dem Jungfernstieg bejubeln. mehr

Nichts geht mehr: Die Spielbankenaffäre 1988

Ein schlimmer Verdacht lastet im August 1988 auf der niedersächsischen CDU: Hat sie Stimmen gekauft und versucht, heimlich in Kasinos mitzuverdienen? mehr

Als die Killer auf den Kiez kamen

In den 80ern tobt in Hamburg ein brutaler Zuhälterkrieg. Wichtiger Zeuge ist Profikiller Werner Pinzner. Nach seiner Verhaftung sagt er umfassend aus, richtet dann aber ein Blutbad an. mehr

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Ditmar Jakobs: Gefangen am Karabinerhaken

Es war der schrecklichste Unfall der Bundesliga-Geschichte: Am 20. September 1989 bohrt sich ein Karabinerhaken in den Rücken von HSV-Verteidiger Ditmar Jakobs. mehr

1989: Genscher erlöst DDR-Bürger in Prag

1989 betreut die Krankenschwester Annemagret John aus Peine in der Prager Botschaft DDR-Flüchtlinge. Am 30. September erlebt sie dort einen historischen Moment hautnah mit. mehr

Von der friedlichen Revolution zur Einheit

Mit Montagsdemos und Massenfluchten zwingen die DDR-Bürger ein Regime in die Knie. Am 9. November 1989 öffnen sich die Grenzen, 327 Tage später ist Deutschland wiedervereinigt. mehr

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Norddeutsche Geschichte - Eine Chronologie

Piraten im Mittelalter, der Zweite Weltkrieg oder die Barschel-Affäre: Per Mausklick können Sie spannende historische Momente nacherleben - von der Frühzeit bis heute. mehr