Katastrophen, Terror, Atom: Die 70er-Jahre

Die Ostpolitik der Regierung Brandt entzweit die Parteien, setzt sich aber durch. Brandt erhält für seine Entspannungspolitik den Friedensnobelpreis. Außerdem sind die 1970er-Jahre vom Terror der RAF geprägt und von der Anti-Atomkraft-Bewegung: Ab 1976 formiert sich eine Protestbewegung gegen den Bau eines Atomkraftwerkes in Brokdorf und das geplante atomare Endlager in Gorleben. Mehrere Katastrophen erschüttern den Norden: In Hamburg sinkt eine Barkasse, in der Lüneburger Heide brennt es und im Winter 1978/1979 sorgen extreme Schneefälle für Chaos.

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Als Jimi auf die Insel kam

Es sollte das deutsche "Woodstock" werden. Tausende Hippies pilgerten 1970 zum "Love + Peace Festival" nach Fehmarn, um ihrem Gitarrengott zu huldigen: Jimi Hendrix. mehr

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"Kultur für alle" - die Hamburger Fabrik

Im Juni 1971 öffnet in einer ehemaligen Munitionsfabrik in Hamburg-Altona das erste deutsche Kultur- und Kommunikationszentrum. "Kultur für alle" lautet das Ziel. mehr

Neue Wege: Willy Brandt und die Ostpolitik

Als Kanzler setzt sich Willy Brandt für die Verständigung mit Osteuropa ein und erhält dafür 1971 den Friedensnobelpreis. Innenpolitisch bringt ihn der Entspannungskurs fast zu Fall. mehr

1971: Notlandung auf A 7 misslingt

Freudig warten Dutzende Urlauber am 6. September 1971 in Hamburg auf ihren Flug. Für einige wird es eine Reise in den Tod. Kurz nach dem Start muss die Maschine notlanden. mehr

"Assis" und Akademiker: Konnte das gut gehen?

Anfang der 1970er-Jahre startet in Hamburg-Steilshoop ein soziales Experiment: Arbeiter, Akademiker, Großfamilien und Ex-Knastis ziehen als Mega-WG in einen Plattenbau. mehr

Februar 1972: Tod in der eisigen Elbe

An einem kalten Februarmorgen im Jahr 1972 prallen im Hamburger Hafen zwei Schiffe zusammen. Die Barkasse "Cäsar II" versinkt in der Elbe. 17 Menschen ertrinken. mehr

Als der RAF-Terror nach Hamburg kam

Bei der Fahndung nach RAF-Terroristen durchsucht die Polizei am 2. März 1972 ein Haus in Hamburg. Den Leiter der Sonderkommission Hans Eckhardt kostet der Einsatz das Leben. mehr

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Mai 1972: RAF attackiert Springer-Verlag

Am 19. Mai 1972 gehen im Hamburger Springer-Verlagshaus drei Bomben hoch, 17 Menschen werden verletzt. Mit dem "Blutigen Mai" erreicht der RAF-Terror eine neue Dimension. mehr

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Juni 1972: RAF-Terroristin Ensslin gefasst

Gudrun Ensslin wird 1972 beim Einkauf in einer Hamburger Boutique festgenommen. Eine Pistole in ihrer Jackentasche verrät die gesuchte RAF-Terroristin. mehr

Ein Spion bringt Brandt zu Fall

Im April 1974 wird Willy Brandts persönlicher Referent Günter Guillaume als DDR-Spion verhaftet. Der folgenden Medienkampagne ist der Kanzler nicht gewachsen und tritt zurück. mehr

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Als der Elbtunnel die Massen begeisterte

Im Dezember 1974 besichtigen rund 600.000 Hamburger neugierig den neuen Autobahntunnel unter der Elbe - zu Fuß. Fünf Tage dauert das Volksfest mit Musik und Würstchenbuden. mehr

Multimedia-Doku

Fritz Honka - der Frauenmörder von St. Pauli

Vier Morde werden Fritz Honka angelastet. Er zerstückelt seine Opfer und versteckt Leichenteile in seiner Wohnung. Am 17. Juli 1975 wird der spektakuläre Hamburger Kriminalfall enthüllt. mehr

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August 1975: Die Heide brennt

Trockenheit, Hitze und Wind: Im August 1975 wüten in der Südheide und im Wendland verheerende Brände. Feuerwehr und Behörden bekommen sie zunächst nicht in den Griff. Fünf Menschen sterben. mehr

Herbst 1975: Anschlag im Hamburger Hauptbahnhof

Elf Menschen werden verletzt, als am 13. September 1975 im Hamburger Hauptbahnhof eine Bombe explodiert. War es die RAF oder linksextreme Splittergruppen? Das ist bis heute unklar. mehr

Viele Tote bei Explosion im Hamburger Hafen

9. Januar 1976: Im Maschinenraum des Schiffneubaus "Anders Maersk" explodiert ein Dampfkessel. Mit ungeheurem Druck schießt 300 Grad heißer Dampf heraus. 27 Arbeiter sterben. mehr

Dammbruch: Als der Elbe-Seitenkanal auslief

Nur 33 Tage nach der Eröffnung kommt es am Elbe-Seitenkanal am 18. Juli 1976 zur Katastrophe: Ein Damm bricht, Wasser schießt ins Umland. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. mehr

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Die Entscheidung für Gorleben

Das Erste: Panorama

Im Februar 1977 verkündet Ministerpräsident Ernst Albrecht die Entscheidung, in Gorleben ein atomares Endlager zu bauen. Heute ist die Diskussion wieder da, wo sie vor 40 Jahren war. mehr

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Anti-AKW-Protest: "Schlachtfeld" Grohnde

Am 19. März 1977 wird der Ort Grohnde bei Hameln schlagartig bekannt. Wegen des geplanten AKW kommt es zwischen Demonstranten und Polizisten zu einer wahren Schlacht. mehr

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"Celler Loch" - Beamte verüben Anschlag

Als am 25. Juli 1978 eine Bombe an der Celler Gefängnismauer detoniert, deutet alles auf Terroristen hin. 1986 kommt heraus, dass die Attentäter Verfassungsschützer waren. mehr

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"Albrecht wir kommen!" Gorleben-Protest in Hannover

Am 31. März 1979 findet eine der größten Anti-Atom-Demonstrationen der Nachkriegsgeschichte statt. Mehr als 100 Traktoren und Zehntausende Bürger ziehen durch Hannovers Straßen. mehr

1978/79: Schneekatastrophe legt Norden lahm

Extreme Schneefälle mit Verwehungen legen im Winter 1978/79 den Norden lahm. Autobahnen und Landstraßen sind unpassierbar, Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Ein Rückblick. mehr

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Norddeutsche Geschichte - Eine Chronologie

Piraten im Mittelalter, der Zweite Weltkrieg oder die Barschel-Affäre: Per Mausklick können Sie spannende historische Momente nacherleben - von der Frühzeit bis heute. mehr