Stand: 29.02.2016 07:28 Uhr

Kein Oscar für Vollrath - "Aber es war toll"

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Schon die Einladung war eine Auszeichnung: Patrick Vollrath (links) aus Osterode im Harz und Kameramann Sebastian Thaler bei der Oscar-Verleihung.

Es ging um nichts weniger als den renommiertesten Filmpreis der Welt: Bei der Oscar-Verleihung in Hollywood hat sich in der Nacht auch ein norddeutscher Regisseur Hoffnungen gemacht. Nominiert war Patrick Vollrath aus Osterode am Harz für seinen Film "Alles wird gut" in der Kategorie "Live Action Kurzfilm". Doch am Ende ging er leer aus - und der Preis für den besten Kurzfilm an Vollraths Konkurrenten, den Iren Benjamin Cleary und Serena Armitage aus Großbritannien für "Stutterer".

"Jeden Moment der Verleihung genossen"

Auch wenn Regisseur Vollrath keinen Preis gewann, ließ er sich die gute Laune nicht nehmen und postete wenig später ein lachendes Selfie von sich und Kameramann Sebastian Thaler auf Facebook. "Ich habe immer gesagt, dass wir Außenseiter sind", schrieb er auf Englisch. Er dankte allen, die ihm und seinem Team die Daumen gedrückt hätten und gratulierte dem Gewinner "Stutterer". Er habe jeden Moment der Preisverleihung genossen - und werde dies auch weiterhin tun, so Vollrath.

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Regisseur mit Leib und Seele

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Die Oscars wurden in diesem Jahr zum 88. Mal verliehen.

Regisseur Patrick Vollrath war unter anderem mit seinem Kameramann Sebastian Thaler zur Oscar-Verleihung nach Hollywood gereist. Der Kurzfilm "Alles wird gut" war Vollraths Abschlussprojekt an der Filmakademie in Wien. Die Handlung des halbstündigen Werks: Ein Wochenend-Vater entreißt seiner Ex-Frau die gemeinsame achtjährige Tochter und will sie entführen. Vollrath wurde in Osterode geboren. Bereits zu Schulzeiten drehte er für die Theater-AG kleine Filme. Heute lebt er in Wien und hat sich mit Leib und Seele der Filmemacherei verschrieben.

Experimenteller Sound aus Lüneburg

Im Gegensatz zu Vollrath war das Frantic Percussion Ensemble nicht zur Oscar-Verleihung nach Los Angeles eingeladen. Die Musiker hatten Filmszenen für "The Revenant" eingespielt und dafür viel Lob aus Hollywood erhalten. Minimalistisch, experimentell - das ist der Sound des Frantic Percussion Ensembles, der sich bis in die USA herumgesprochen hat.

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Die heiß begehrten Trophäen wurden zum 88. Mal überreicht. Rund 7.000 Mitglieder des Branchenverbandes Academy Of Motion Picture Arts And Sciences haben die Gewinner gekürt - und geschätzte 800 Millionen Menschen weltweit sahen sich das Spektaktel im TV an.

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