Stand: 17.10.2017 14:43 Uhr

Jahrhundertmatch als Film: "Borg vs. McEnroe"

Borg vs. McEnroe
, Regie: Janus Metz Pedersen
Vorgestellt von Krischan Koch

Im Herrentennis gilt es als das Jahrhundert-Match: das Wimbledon-Endspiel im Jahre 1980 zwischen dem fünfmaligen Gewinner Björn Borg und dem jungen Herausforderer John McEnroe. Jetzt gibt es einen Kinofilm über das legendäre Match: "Borg vs. McEnroe".

Shia LaBeouf (links) und Sverrir Gudnason mit Schweißbändern auf dem Centercourt Wimbledons als Tennisspieler Börn Borg und John McEnroe in einer Szene des Films "Borg vs McEnroe" © Universum Film

Filmtrailer: "Borg/McEnroe"

Das Wimbledon-Endspiel 1980 zwischen den Tennisstars Björn Borg und John McEnroe ist legendär. Jetzt gibt es einen Kinofilm über das Match, der die Atmosphäre der Zeit wunderbar einfängt.

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Björn Borg (Sverrir Gudnason) gewinnt zum fünften Mal das Finale der Wimbledon Championships.

Der Tiebreak im vierten Satz des Wimbledonfinales von 1980 ist einer der dramatischsten in der Tennisgeschichte. Der Schwede Björn Borg dominiert Ende der 70er-Jahre das Herrentennis. Viermal in Folge hat er Wimbledon gewonnen. Jetzt fordert ihn der 21-jährige Hitzkopf John McEnroe heraus, berühmt-berüchtigt für seine Wutausbrüche auf dem Platz. Im Film "Borg vs. McEnroe" des dänischen Regisseurs Janus Metz spielt Sverrir Gudnason Björn Borg, Shia LaBeouf John McEnroe.

Es ist das Duell zweier grundverschiedener Spielertypen: der geniale Choleriker gegen den coolen "Ice-Borg", wie die englische Presse ihn nennt, der seine Spiele ohne erkennbare Gefühlsregung wie eine Ballmaschine von der Grundlinie absolviert. Dabei ist auch Borg alles andere als abgeklärt. Obwohl er erst 24 ist, fühlt er sich ausgebrannt. Er wird von Ängsten geplagt und hält sich zwanghaft an die immer gleichen Rituale.    

Wimbledon der 80er wunderbar eingefangen

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John McEnroe (Shia LaBeouf) ärgert sich über eine Schiedsrichterentscheidung.

Janus Metz zeigt das Match und die Tage davor. Zwischendurch blendet er immer wieder in die Kindheit der beiden Spieler zurück. So unterschiedlich sind die beiden gar nicht, behauptet Metz. Björn Borg hat nur gelernt, sich zu beherrschen. In seinem Jugendverein war auch der Schwede ein rebellisches Naturtalent, ein ähnlicher Rüpel wie sein Gegner.

Borg und McEnroe sind aus demselben Holz geschnitzt. Die Psychologie wirkt etwas schlicht. Die Atmosphäre von Wimbledon im Jahre 1980 ist dagegen wunderbar eingefangen: die wilden mit Stirnbändern aus Frottee gezähmten Frisuren, die engen weißen Shorts und der ramponierte heilige Rasen, auf dem "die ersten Rockstars des Tennis", wie Janus Metz sie nennt, ihr Duell austragen. Wenn John McEnroe einen seiner Wutausbrüche zelebriert, ist dies passenderweise mit Rockmusik unterlegt.

Shia LaBeouf (links) und Sverrir Gudnason mit Schweißbändern auf dem Centercourt Wimbledons als Tennisspieler Börn Borg und John McEnroe in einer Szene des Films "Borg vs McEnroe" © Universum Film

"Borg vs. McEnroe": Ganz großes Tennis im Kino

NDR Info - Kultur -

Das Wimbledonfinale 1980 gilt als Jahrhundert-Match im Herren-Tennis: Björn Borg gegen John McEnroe. Jetzt gibt es eine Neuauflage - und zwar fürs Kino. Ganz großes Tennis!

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Spiel der Doubles fast so spannend wie Original

Die Tennisszenen wirken faszinierend authentisch, besonders wenn man sich zum Vergleich die Originalaufnahmen noch einmal ansieht. Ganz so gut Tennis spielen können die beiden Schauspieler natürlich nicht. Aber Sverrir Gudnason hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit Borg, und Shia LaBoef imitiert perfekt die Körpersprache des Hitzkopfes McEnroe. Das Spiel der beiden und ihrer Doubles ist fast so spannend wie der berühmte echte Tiebreak im vierten Satz.

Borg vs. McEnroe

Genre:
Biografie, Drama
Produktionsjahr:
2017
Produktionsland:
Janus Metz Pedersen
Zusatzinfo:
mit Shia LaBeouf, Sverrir Gudnason, Stellan Skarsgård
Regie:
Janus Metz Pedersen
Länge:
108 min
FSK:
FSK Keine Altersbeschränkung
Kinostart:
19. Oktober 2017

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Neue Filme | 18.10.2017 | 06:40 Uhr

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