Stand: 04.06.2013 11:00 Uhr
Theaterproduktionen im Wettstreit
Am 4. Juni sind in Hamburg die zweiten Privattheatertage gestartet. In diesem Jahr kommen zwölf herausragende Stücke privater Häuser aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Bühne. Unter anderem sind Produktionen aus München, Bochum, Göttingen oder Leipzig zu sehen.
Privattheatertage beginnen
Hamburg Journal - 04.06.2013 19:30 Uhr
Zwölf Theaterstücke aus Deutschlands Privattheatern sind von Dienstag an zwei Wochen lang in Hamburg zu Gast. Den Auftakt macht das Stück "Portia Coughlan".
Der Schauspielwettbewerb startet mit Marina Carrs Stück "Portia Coughlan", eine Aufführung des Metropoltheaters München.
Zu den Festivalteilnehmern zählen unter anderem das Wolfgang Borchert Theater aus Münster mit den beiden Aufführungen "Oleanna - ein Machtspiel" und "Benefiz. Jeder rettet einen Afrikaner", die beiden Berliner Bühnen Komödie am Kurfürstendamm mit "Eine Sommernacht" und das Grips Theater mit "Kebab Connection" sowie das Theater Con Cuore aus Schlitz bei Fulda mit seinem Figurenspiel "Notre Dame".
Schauplätze des Festivals sind verschiedene Theater der Hansestadt, etwa die Hamburger Kammerspiele, Kampnagel, die Komödie Winterhuder Fährhaus oder die Fabrik.
Produktionen der Privattheatertage 2013
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Portia Coughlan verlor in der Kindheit ihren Zwillingsbruder. Die Sehnsucht nach ihm verwehrt ihr ein erfülltes Leben. Das Stück wird von Schauspielern des Metropoltheaters München dargeboten.
Das Traumspiel nach Victor Hugos "Der Glöckner von Notre Dame" als Figurentheater umgesetzt vom Theater Con Cuore aus Schlitz bei Fulda.
"Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen" erzählt vom Hochstapler Selicour, der die Fähigkeit hat, sich unentbehrlich zu machen. Das Theater "Die Färbe" aus Singen präsentiert das Lustspiel von Friedrich Schiller nach Louis Benoît Picard.
Die Komödie Berlin zeigt "Eine Sommernacht", eine charmante, rasante Komödie.
Aus dem Berliner GRIPS Theater kommt "Kebab Connection", eine furiose transkulturelle Komödie und eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte.
Ein Missverständnis führt zu einem Gefühl der Unterlegenheit und zum Vorwurf der sexuellen Nötigung. Das Wolfgang Borchert Theater aus Münster inszeniert das Schauspiel "Oleanna - Ein Machtspiel".
Das Prinz Regent Theater aus Bochum spielt das von Friedrich Schiller 1783 geschriebene Drama "Kabale und Liebe".
Szene aus der Produktion des Wolfgang Borchert Theaters aus Münster "Benefiz. Jeder rettet einen Afrikaner" - ein Stück über die Irrwege der "political correctness".
"Keine alltägliche Übung oder Zwischen den Beinen eines Mädchens" ist eine skurrile Komödie über Theater im Theater, aufgeführt vom Leipziger Theater.FACT.
Die Bremer Shakespeare Company zieht im Stück "Richard III" Parallelen zur heutigen Zeit.
"Die Saison der Krabben" ist ein Singspiel mit anatolischen Volksliedern. Hauptfigur ist Asiye, die von einem anderen Leben träumt. Das Stück wird von Schauspielern des Ballhaus Naunynstraße aus Berlin aufgeführt.
Vincent enthüllt den Freunden den Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes und löst damit eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von geschichtlich negativ besetzten Vornamen aus. "Der Vorname" wird präsentiert vom Jungen Theater Göttingen.
Vincent enthüllt den Freunden den Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes und löst damit eine Diskussion über den Sinn und Unsinn von geschichtlich negativ besetzten Vornamen aus. "Der Vorname" wird präsentiert vom Jungen Theater Göttingen.
Theatermacher vergeben Preise in drei Kategorien
Die Auszeichnung der Privattheatertage ist der 2009 verstorbenen Schauspielerin Monica Bleibtreu gewidmet.
Die Stücke konkurrieren um den Monica-Bleibtreu-Preis, der in drei Kategorien vergeben wird: (Moderne) Klassiker, Komödie und (zeitgenössisches) Drama. Die Auswahl der besten Produktion in der jeweiligen Kategorie erfolgt durch eine neunköpfige Jury kompetenter Theatermacher. Zur Abschlussgala am 16. Juni in den Hamburger Kammerspielen wird außerdem der Publikumspreis vergeben.
Der Bund finanziert das Festival mit einem Zuschuss von 500.000 Euro. Zur ersten Ausgabe 2012 kamen rund 4.000 Zuschauer. Die Preise gingen an Inszenierungen aus Bremen, Berlin und Düsseldorf.
Privattheatertage Hamburg - Die Spielorte