Norddeutsche Gesichter
Porträts bekannter historischer Persönlichkeiten aus Norddeutschland. mehr
Angestrahlte Außenansicht des Thalia-Theaters in Hamburg
Gemeinsam mit internationalen Künstlern können sich die Besucher der Hamburger Lessingtage vom 18. Januar bis zum 4. Februar auf Weltreise begeben. "Erfahrungs"-Reisen rund um den Globus sind das zentrale Thema des Theaterfestivals, das unter dem Motto "Um alles in der Welt" steht.
Das Thalia Theater mit seinen beiden Spielstätten und weitere Institutionen der Stadt laden zu Aufführungen, Vorträgen, Konzerten und Stadtführungen auf den Spuren Gotthold Ephraim Lessings. Über 70 Veranstaltungen geben Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Ideen des großen Aufklärers.
Premieren, Proteste und multilinguale Aufführungen
Mit "Emilia Galotti" in der Inszenierung von Maco Štorman hat es bereitszu Beginn des Festivals eine echte Lessing-Premiere gegeben. Das Thalia Theater begab sich in zahlreichen weiteren Eigenproduktionen wie "Faust" oder "Don Quijote" auf Zeit- und Fantasiereisen.
Die Münchner Kammerspiele präsentierten "Three Kingdoms" von Simon Stephens in estnischer, englischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln. Die weltweite Finanzkrise wurde im Stück "Die Kontrakte des Kaufmanns. Eine Wirtschaftskomödie" von Elfriede Jelinek thematisiert.
Proteste regten sich gegen die Aufführung des religionskritischen Stückes "Gólgota Picnic", das sich mit der Frage beschäftigt, inwieweit Religion vom Bösen erlösen kann oder ob Religion nicht selbst Teil des sogenannten Bösen ist. 70 Gläubige protestierten mit Gebeten gegen das Gastspiel am Hamburger Thalia Theater.
Außerdem sind während der Hamburger Lessingtage Darbietungen von Gast-Ensembles aus vielen Ländern zu sehen, etwa den Niederlanden, Finnland, Belgien, Frankreich und Estland.