"Stoppt das Theater mit dem Sohn von unserem Vater" - die katholischen Demonstranten wehren sich gegen eine aus ihrer Sicht im Theaterstück "Gólgota Picnic" erfolgende Verunglimpfung von Jesus Christus.
Vor dem Thalia Theater in der Altonaer Gaußstraße singen und beten sie. Dabei schließen sie auch die Schauspieler aus "Gólgota Picnic" mit in ihre Fürbitten ein.
Schon im Vorfeld hatte die angesetzte Aufführung des Gastspiels für Aufruhr gesorgt. Hunderte E-Mails gingen beim Theater ein, teilweise offenbar mit nötigendem Inhalt. Deshalb kontrollieren Securitymänner den Eingang zum Theatergelände.
Zunächst sind es nur 20 Demonstrierende, bis zum Beginn der Vorstellung um 20 Uhr wächst die Gruppe auf über 70 Personen an.
Inbrünstig singen die Menschen Gloria-Lieder und rezitieren wiederholt das Vaterunser.
Die Künstlerinnen "Conny und Catherine" mischen sich in Burkas gehüllt unter die Gläubigen. Die beiden Frauen wollen zeigen, dass aus ihrer Sicht die katholischen Gegner der Kunst eine ähnliche Einstellung haben wie fundamentalistische Muslime.
Um halb neun löst sich der Protest der Katholiken auf. Sie bekommen nicht mehr mit, wie auf dem Podium der Jesuitenpater Hermann Breulmann zum Stück resümiert: "Den lieben Gott wird es cool lassen."
Um halb neun löst sich der Protest der Katholiken auf. Sie bekommen nicht mehr mit, wie auf dem Podium der Jesuitenpater Hermann Breulmann zum Stück resümiert: "Den lieben Gott wird es cool lassen."