Norddeutsche Gesichter
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Am Broadway war die Show ein Riesenerfolg, und in den USA ist sie bereits mit vielen Preisen ausgezeichnet worden: "Ain’t Misbehavin" mit den Liedern des legendären Jazz-Musikers Fats Waller. Das Stück spielt in der schwarzen Musik-Szene der 20er-Jahre im berühmten New Yorker Stadtteil Harlem.
Jetzt ist die Broadway-Show in einer Neufassung auf Europa-Tournee und in diesem Monat in Hamburg zu Gast. Am 2. November gab es die Deutschland-Premiere im St. Pauli Theater zu sehen.
Die Show ist eine Mischung aus Musical und Revue. Bevor es richtig losgeht, hört man ihn im Original: Fats Waller. Die Stimme der Jazz-Legende aus Harlem erklingt in einer alten Tonbandaufnahme. Dann gehen die Scheinwerfer auf der Bühne an, ein Mann mit Anzug und Melone übernimmt live am Klavier und schon ist das Publikum mittendrin im Harlem der 20er-Jahre und wird mitgerissen von Swing- und Jazz-Musik in quirligen Kellerclubs.
Die drei schwarzen Sängerinnen wackeln mit den Hüften, wedeln mit den Armen, klimpern mit den Augen. Mal sind sie beste Freundinnen, mal rempeln sie sich und buhlen um die beiden Sänger - dabei sind sie oft umwerfend komisch.
Mit ihren ausdrucksvollen Stimmen und präzisen Tanzchoreographien lassen die fünf Sängerinnen und Sänger die Musik von Fats Waller und die Atmosphäre der 20er-Jahre Jazz-Clubs in Harlem wieder aufleben. Schnell haben sie das Publikum in ihren Bann gezogen - und nach zwei Stunden gibt es nicht nur Riesenbeifall, sondern der ganze Saal ist auf den Beinen und wippt begeistert mit.
Die Show "Ain't misbehavin'" ist noch bis zum 27. November im St. Pauli Theater zu sehen.