Stand: 17.02.2016 18:00 Uhr

NDR Buch des Monats: "Macht"

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Der Roman "Macht" von Karen Duve erscheint am 18. Februar im Galiani Verlag.

Nur ein paar Jahre blickt Karen Duve in ihrem neuen Roman "Macht" voraus. Dieses totale Gegenteil einer Utopie - Duves Dystopia gewissermaßen - spielt im Jahr 2031 in einem Hamburger Stadtteil namens Wellingstedt. Der Roman bietet eine abgründige, bitterkomische Weiterverarbeitung der Motive, die Duve vor zwei Jahren in ihrem Pamphlet "Warum die Sache schiefgeht" ausgebreitet hat - nur ist das neue Buch der 1961 in Hamburg geborenen Autorin um einiges vielschichtiger und zutiefst doppelbödig.

Während die Menschen ihrem Ende entgegenrasen, spielen sie mithilfe gefährlicher Pillen ewige Jugend. Und der klarsichtige Ich-Erzähler, ein Umwelt-Aktivist der ersten Stunde, der all das Unheil lange schon hat kommen sehen, ist gleichzeitig der Urheber eines zutiefst abartigen Verbrechens, mit dem er seine innersten Machtgelüste zu befriedigen versucht.

Pro und Contra

"Macht" - Raum zur Identifikation

Karen Duves "Macht" ist kein Sprachkunstwerk zum Genießen, meint Alexander Solloch. Der Roman zwingt zur Auseinandersetzung mit unseren überkommenen Vorstellungen. mehr

"Macht" - eine unentschlossene Geschichte

Karen Duve hat sich mit Klimakollaps und Weltuntergang befasst. In ihrem Roman "Macht" schimmern immer Betroffenheit und Wut der Autorin durch, stellt Katja Eßbach fest. mehr

Roman erscheint am 18. Februar

Der Roman "Macht" erscheint am 18. Februar im Galiani Verlag. Am 8. März stellt Karen Duve "Macht" im Literaturhaus Hannover vor. Diese Veranstaltung zeichnet NDR Kultur auf und sendet sie am 3. April 2016 um 20 Uhr im "Sonntagsstudio".

Dieses Thema im Programm:

Neue Bücher | 17.02.2016 | 12:40 Uhr

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