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Jeder ist ein Künstler - auch in Delmenhorst

von Silke Rudolph

So sah es in der Städtischen Galerie noch nie aus: Am Eingang hängen ein paar Hemden auf dem Bügel, selbstgenähte "Monster" sitzen auf dem Fensterbrett, Holzbretter und Werkzeug stehen in der Ecke. "The Garden of Genders" ist keine normale Ausstellung, sondern ein Ort zum Mitmachen und Mitdiskutieren. "Jeder kann kommen und zum Beispiel selbstgestrickte Nikoläuse mitbringen. Wir würden dann wahrscheinlich über Geschlechterrollen, also Mann oder Frau reden, und etwas Neues schaffen", sagt "The old boys' club".

Offenes Netzwerk von Menschen

Hinter dem "Club" versteckt sich ein offenes Netzwerk von Menschen aus aller Welt. Der einzelne Künstler ist unwichtig, deshalb will sich auch die Hauptakteurin nicht zu erkennen geben. Künstler oder Autoren als Genies - das sei im 21. Jahrhundert, in dem Medien immer wichtiger werden, veraltet, ist "The old boys' club" überzeugt: Jeder sei ein Künstler, ob auf Facebook oder sonst wo, heißt es weiter.

Kennzeichen: Schwarzer Schnurrbart

Und deshalb kann in Delmenhorst auch jeder mitmachen beim "The old boys' club". Kennzeichen ist der schwarze Schnurrbart. Es gibt Häkel-Workshops mit den Künstlern, auch Animationen oder Masken können zusammen gebastelt werden. "Die Ausstellung wird sich ständig verwandeln und ist damit eher ein fortlaufender Prozess. Ich bin schon gespannt, wie es am 20. Januar bei der Finissage aussieht", sagt Galerieleiterin Annett Reckert.

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