Stand: 28.09.2017 16:37 Uhr

Karin Beier erhält Bundesverdienstkreuz

von Daniel Kaiser
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Seit der Spielzeit 2013/14 ist Karin Beier Intendantin des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg.

Karin Beier erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Die Intendantin des Deutschen Schauspielhauses wird dafür geehrt, dass sie mit ihren Arbeiten stets neue Wege beschritten und sich dabei nie gescheut habe, auch umstrittene Themen auf die Bühne zu bringen, heißt es in der Begründung. Durch die ihr eigene Kreativität schaffe sie Inszenierungen und Projekte, die die Neugier vieler Menschen weckten, sie berührten und für lebhafte Diskussionen sorgten.

Keine Scheu vor umstrittenen Themen

Zur Person

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Die laufende Spielzeit am Theater eröffnete Beier gerade mit ihrer Inszenierung von "Tartare Noir" - ein bitterböser Abgesang, eine wütende, beinahe hilflose Anklage gegen eine Gesellschaft, die sich selbst genug ist, die die eigenen Bedürfnisse über alles stellt und Moral lästig findet. Im Stück "Hysteria" setzte sie sich mit der Angst vor der Zukunft auseinander. Auch die Inszenierung des Romans "Unterwerfung" von Michel Houellebecq, mit Edgar Selge in der Hauptrolle, stammt von Karin Beier.

Die Verleihung findet am 4. Oktober im Schloss Bellevue in Berlin statt. Insgesamt wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dann vier Hamburger mit Verdienstorden geehrt. Auch die Schriftsteller Friedrich Christian Delius, Jenny Erpenbeck und Carolin Emcke erhalten die Auszeichnung, genauso wie der Geiger Gidon Kremer, die Schauspielerin Christiane Paul und der Regisseur Andreas Veiel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Kulturnachrichten | 28.09.2017 | 16:00 Uhr

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