Nominierungen für den Ernst-Schneider-Preis 2011
Der Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft wird von den Industrie- und Handelskammern gestiftet.
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Die frischgekürten Ernst-Schneider-Preisträger: Benjamin Großkopff, Nicolai Kwasniewski, Kathrin Schmidt und Jörg Pfuhl.
Große Freude bei den vier NDR Info Reportern Kathrin Schmid, Benjamin Großkopff, Nicolai Kwasniewski und Jörg Pfuhl: Das Quartett ist am Mittwochabend in der Vulkanhalle in Köln mit dem Ernst-Schneider-Preis 2011 der Industrie- und Handelskammern - dem renommierten Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft - ausgezeichnet worden. In der mit 5.000 Euro dotierten Kategorie "Hörfunk - Kurzbeitrag" siegten sie gegen zwei andere nominierte Produktionen mit ihrem Beitrag "Das Konjunkturpaket II", für den Jens-Peter Marquardt, der Leiter der Programmgruppe Politik und Aktuelles bei NDR Info, redaktionell verantwortlich zeichnete. NDR Intendant Lutz Marmor gratulierte den Preisträgern: "Zum dritten Mal in Folge wird eine Sendung von NDR Info mit einem Ernst-Schneider-Preis geehrt. Das spricht für die herausragende Kompetenz des Programms in der Wirtschaftsberichterstattung."
Das Konjunkturpaket II ist mit zehn Milliarden Euro gefüllt - für den Ernst-Schneider-Preis bekommen die NDR Info Preisträger 5.000 Euro.
Im Sommer 2010 hatten die vier NDR Info Journalisten in einer Sommerserie für das Informationsprogramm des Nordddeutschen Rundfunks recherchiert und geschildert, wo in Norddeutschland Gelder aus dem Konjunkturpaket II verbaut oder anderweitig investiert worden sind. Zu diesem Zeitpunkt war die Förderphase der Bundesregierung, die mit dem mitten in der Wirtschaftskrise aufgelegten Konjunkturpaket II von Anfang 2009 bis zum Ende dieses Jahres ingesamt zehn Milliarden Euro an deutsche Städte und Kommunen verteilt, zur Hälfte vorbei. Die Jury würdigt besonders den Ansatz der Autoren, im Gespräch mit Bauunternehmern, Architekten, Handwerkern und Bürgermeistern den Sinn und die Folgekosten staatlicher Wirtschaftsförderung zu hinterfragen. "Die fünfteilige Serie ist ein Beispiel dafür, wie in kurzen Radiobeiträgen wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich erklärt werden können", heißt es in der Begründung zur Preisentscheidung.
Im Wettbewerb um den von den Industrie- und Handelskammern gestifteten Ernst-Schneider-Preis standen insgesamt 28 Beiträge aus Hörfunk, Fernsehen, Online und Print - vier Jurys hatten sie aus mehr als 1.000 Einsendungen ausgewählt. Alle Beiträge vermitteln anschaulich und beispielhaft wirtschaftliche Zusammenhänge. In der Kategorie "Hörfunk - Kurzbeitrag" für den renommierten deutschen Preis für Wirtschaftsjournalismus war neben dem Siegerbeitrag mit "Die Psychobank - Hamburger Sparkasse erstellt Psychoprofile ihrer Kunden" (Autoren: Peter Hornung und Jürgen Webermann) ein weiterer NDR Info Beitrag nominiert. In der Kategorie "Große Wirtschaftssendung" war außerdem das NDR Feature "Was kostet die Milch? - Das süße Gift der Subvention" von Lorenz Schröter nominiert. Die festliche Preisverleihung in Köln wurde von Oliver Welke moderiert. Die Deutschen Industrie- und Handelskammern verleihen den "Ernst Schneider IHK Medienpreis" jährlich für herausragende Wirtschaftsbeiträge. In diesem Jahr war er zum 40. Mal ausgeschrieben.