ARD-Hörfunkstudio Moskau

Die Korrespondenten berichten über die Staaten der ehemaligen Sowjetunion, vor allem über Russland, über Weißrussland und über die Ukraine.

Hermann Krause, Studioleiter (WDR)

Bild vergrößern
Hermann Krause

1986 war er (geboren 1953, Diplom-Volkswirt) zum ersten Mal in Moskau, als Michail Gorbatschow gerade die Perestroika einleitete und sich die Sowjetunion in einer großen Aufbruchstimmung befand. Er lernte den Friedensnobelpreisträger Andre Sacharow (ein Mann, der heute dringend gebraucht würde) kennen, Boris Jelzin oder auch Außenminister Eduard Schewardnadse. Gorbatschow wurde 1991 gestürzt, über diesen Putsch berichtete er in seiner ersten Korrespondentenzeit (1989 bis 1994) genauso wie über den Beschuss des Weißen Hauses durch Jelzin 1993.

In meine zweite "Amtszeit" von 2002 bis 2008 fielen nicht weniger tragische Ereignisse, nämlich die Geiselnahmen in Moskau in einem Musicaltheater (2002) und auch in Beslan (2004), einem kleinen Ort im Nord-Kaukasus, wo in einer Schule mehr als 300 Menschen starben. Revolutionen gehörten auch in diese Zeit: die "Rosenrevolution" in Georgien, die "orangene Revolution" in Kiew und natürlich Präsidentschafts- und Parlamentswahlen - am Ende aber stand und steht immer Wladimir Putin als der starke Mann da.

In all den Jahren habe ich auch versucht, das Normale, das Schöne und das Ungewöhnliche in Russland den deutschen Hörern zu schildern, zurzeit ist das allerdings nicht ganz so einfach. Trotz aller Kritik: Die großen Gemeinsamkeiten bleiben. Sei es in der Musik, der Malerei oder der Literatur. Russland gehört zu Europa, auch wenn die europäischen Werte dort im Moment nicht hoch im Kurs stehen. Vielleicht gibt es ja doch noch einmal einen "Wind of Change".

Markus Sambale, Korrespondent (WDR)

Bild vergrößern
Markus Sambale

Markus Sambale ist seit Februar 2014 Korrespondent im ARD-Studio Moskau. Kaum angekommen war er als Reporter mitten im Krisengeschehen, um über die Maidan-Proteste in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, über die Annexion der Krim und den Krieg in der Ost-Ukraine zu berichten. Angesichts von Russlands Rolle bei internationalen Konflikten steht Moskau ständig im Brennpunkt. Fast täglich lauten die Fragen: Was plant der Kreml? Was sagt Wladimir Putin?

Zum Glück bleibt neben der großen Politik immer wieder auch Zeit für andere Themen aus dem riesigen Berichtsgebiet: Reisen in den Kaukasus oder nach Zentralasien, Geschichten über Kosmonauten und Raketenstarts, Experimente mit Eis und Schnee bei minus 30 Grad, eine Expedition zu den Amur-Leoparden im Fernen Osten. Dazu kommen Großereignisse wie der Eurovision Song Contest in Kiew oder der Confed-Cup und die Fußball-WM in Russland. Fotos, Videos und Notizen von den Reportage-Reisen gibt's von @Medienmann bei Twitter.

Geboren wurde Markus Sambale 1976 in Oberhausen und ist damit gleichermaßen Rheinländer und Ruhrpott-Kind. Er studierte Journalistik und Politikwissenschaft in Dortmund und im niederländischen Tilburg und arbeitete während des Studiums als Reporter für die "Neue Ruhr Zeitung" und die Nachrichtenagentur AP. 1998/99 volontierte er beim WDR.

Ab 2004 war Markus Sambale Redakteur bei den WDR-Radionachrichten und präsentierte unter anderem die 1LIVE Infos. Seit dieser Zeit ist er auch regelmäßiger Autor der historischen Radiofeatures "Stichtag" und "Zeitzeichen". Ab 2007 arbeitete Markus Sambale in der damals neu gegründeten Multimedia-Redaktion, die die erste Mediathek des WDR aufbaute. Das Internet-Portal wurde 2008 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

2010 wechselte Markus Sambale zur Radiowelle WDR 2, wo er zum Team des Morgenmagazins gehörte und als Redakteur vom Dienst für die tägliche Programm-Koordination verantwortlich war. Während der Zeit übernahm er bereits mehrfach Vertretungseinsätze im ARD-Studio Moskau.

Sabine Stöhr, Korrespondent (WDR)

Bild vergrößern
Sabine Stöhr

Wann musst du denn wieder nach Moskau? Das haben Kollegen und Freunde Sabine Stöhr immer wieder irritiert gefragt. Dabei will sie! Denn in dem riesigen Land gibt es viel zu entdecken und zu berichten. Vor allem natürlich über Präsident Wladimir Putin und seine Außen- und Innenpolitik. Was fasziniert die Russen an ihm? Wie geht es weiter mit der Wirtschaft? Steht die Fußball-WM 2018? Dabei geht's nicht nur um ein großes Ereignis, Sport ist hier auch Außenpolitik.

Russland ist aber noch mehr: Der Norden mit seinen Ölvorkommen unter‘m Permafrostboden, Sibirien und die große Weite, Wladiwostok und die Nähe zu Asien.

Sabine Stöhr hat unter anderem Russisch und Geografie in Mainz und Großbritannien studiert. Nach dem Ende der Sowjetunion hätte die Zeit kaum spannender sein können, diese variantenreiche Sprache und dadurch auch das Land, ebenso die Ukraine mit der Krim, kennenzulernen: damals, als die Wende zum Kapitalismus das Leben dort überall auf den Kopf gestellt hat.

Später folgten dann Reisen nach Weißrussland oder mit der Transsibirischen Eisenbahn an den Baikalsee. Das war aber schon nach dem Examen zur Gymnasiallehrerin und nach einem mehrmonatigen Aufenthalt als Gastjournalistin in den Niederlanden. Erste Korrespondentenluft hat Sabine Stöhr im ARD-Studio Prag geschnuppert.

Angefangen hat alles mit einem Volontariat beim Hessischen Rundfunk. Nach Frankfurt kam dann Mainz - zuletzt die SWR Fachredaktion Wirtschaft und Soziales. Und jetzt das große Abenteuer Russland!

Weitere Informationen

NDR Info weltweit unterwegs

In vielen Ländern weltweit sind ARD Reporterinnnen und Reporter für Sie unterwegs, um über aktuelle Ereignisse zu berichten. Der Überblick über das NDR Info Korrespondenten-Netz. mehr

NDR Logo
Dieser Artikel wurde ausgedruckt unter der Adresse: https://www.ndr.de/info/wir_ueber_uns/ARD-Hoerfunkstudio-Moskau,moskau8.html