Kultur im Norden
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Die Menschenrechtslage im Iran wird weltweit kritisiert. Die freie Meinungsäußerung, die Versammlungs- und die Vereinigungsfreiheit sind stark eingeschränkt, die Justiz beruft sich auf Grundsätze der Scharia. Oppositionelle und Bürgerrechtlerinnen werden willkürlich festgenommen, dürfen nicht ins Ausland reisen. Bei Inhaftierten sind Folter und Misshandlungen an der Tagesordnung. Amnesty International berichtete über die Vollstreckung der Todesstrafe an mehreren Hundert Menschen allein im Jahr 2012.
Die Amtszeit Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad endet in Kürze. Er steht nicht zur Wiederwahl.
Seit 2006 fordert der UN-Sicherheitsrat von Iran die Beendigung seines Atomprogramms, das als Vorbereitung zur Beschaffung von Atomwaffen gewertet wird. Sanktionen der USA und der EU verbieten den Export technologischer Güter und Software nach Iran. Westliche Einfuhrverbote für iranisches Erdöl und Gas sowie weitreichende Beschränkungen im Finanzbereich setzen Iran unter Druck. Der Führung wird zudem zur Last gelegt, mit Vernichtungsdrohungen gegen Israel und der Unterstützung der libanesischen Hisbollah einen Frieden im Nahen Osten unmöglich zu machen.
Ist im Iran eine Kursänderung möglich? Welche Chancen bieten sich der Zivilgesellschaft? Und ist die Einbeziehung Irans in eine Sicherheitspartnerschaft im Nahen und Mittleren Osten vorstellbar? Das sind die Fragen, die bei den Osnabrücker Friedensgesprächen am 4. Juli disktutiert werden.
Dr. Navid Kermani
Orientalist und Schriftsteller, Köln
Parastou Forouhar
Iranische Künstlerin, Offenbach
Ulrich Tilgner
Journalist und Publizist, Hamburg
Das Gespräch führt Prof. Dr. Ulrich Schneckener von der Universität Osnabrück.

Die Menschenrechtslage im Iran wird weltweit kritisiert. Ist im Iran eine Kursänderung möglich? Das Thema der Osnabrücker Friedensgespräche am 4. Juli im Rathaus.