Zwischen Hamburg und Haiti

Sonntag, 30. August 2015, 07:30 bis 08:00 Uhr , NDR Info

"Wie niedlich!", sagen wir, wenn wir kleine Katzenbabys sehen. "Wie lecker!",  sagen wir, wenn wir kleine Schweinebabys essen. Unser Verhältnis zu Tieren ist also mindestens ambivalent. Dabei können wir sie zum Beispiel als eine Art Reiseführer nutzen und mit dem Blick auf sie sehr viel über ein Land erfahren. Darum widmet sich die Magazinausgabe diesmal Tieren - den Zikaden von Thailand, den Nashörnern von Botswana und den Bären von Rumänien.

Thailand: Die Sirenen des Regenwaldes

Eine Reportage von Christiane Zwick

Die Tiere, um die es jetzt geht, sind beides: schwer zu entdecken und aufdringlich zugleich. Wir begegnen ihnen in allen warmen Ländern dieser Erde: Zikaden. Über 40.000 Arten haben Biologen weltweit bestimmt. Begleiten Sie unsere Reporterin Christiane Zwick zu den musikalisch wahrscheinlich interessantesten Insekten unseres Globus. Ihre Stimmen sammelte sie im thailändischen Nationalpark von KhaoSok, wo sie besonders vielfältig erklingen - und durchlebte dabei die unterschiedlichsten Empfindungen.

Ein Besuch im Khama Rhino Sanctuary in Botswana

Eine Reportage von Manfred Schuchmann

"Nashorn hat den Straßenpreis von Heroin", titelte vor kurzem ein Medium. Denn die Nashornwilderei breitet sich leider rasant aus, im vergangenen Jahr gab es einen traurigen Rekord an illegal getöteten afrikanischen Nashörnern.  In einem riesigen Wildpark am Rande der Kalahari wollen die Stadt Serowe in Botswana und zwei ihrer Nachbargemeinden die höchst bedrohten Tiere schützen. Das Khama Rhino Sanctuary steht Besuchern offen, man kann sogar im Park übernachten - im eigenen Zelt oder in einer gemieteten Hütte mit eigener Kochnische und Bad. Kaum irgendwo in Afrika kommt man den Rhinozerossen näher als in Serowe, wie unser Reporter Manfred Schuchmann erlebte.

Wo die wilden Bären leben: auf Spurensuche in den rumänischen Karpaten

Eine Reportage von Janek Wiechers

Noch im Mittelalter waren Braunbären in Europa weit verbreitet, vom Mittelmeer bis zu den Britischen Inseln. Doch dann wurden sie heftig gejagt, ihr Lebensraum, der Wald, wurde großflächig abgeholzt, sodass das stolze Tier heute in Westeuropa beinah als ausgerottet gilt.  In Deutschland wurde der offiziell letzte Bär in freier Wildbahn im Jahre 1835 erlegt. Hoch im Norden und im bewaldeten Osten des Kontinents, da findet man den Braunbären noch. Auch in den Wäldern der Karpaten: bis zu 6000 Exemplare sind allein im rumänischen Teil des Karpatengürtels beheimatet. Janek Wiechers hat sich dort auf die Spur der wilden Bären begeben.

Weitere Informationen

Leben in Draculas Wäldern

02.03.2016 15:15 Uhr
NDR Fernsehen

Der Wanderhirte Vasile und sein Hirtenhund Hajduk stehen im Mittelpunkt des Films. Naturschönheiten, Gefahren und die Liebe begegnen ihnen auf dem Weg durch die Wälder. mehr