Zeitzeichen

1. August 1975

Freitag, 01. April 2016, 20:15 bis 20:30 Uhr

Aus Anlass des Todes von Hans-Dietrich Genscher senden wir im Zeitzeichen einen Beitrag über die Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki, an der er maßgeblich beteiligt war.

Die Unterzeichnung der KSZE-Schlussakte in Helsinki
Ein Beitrag von Andrea Kath (WDR)

Zum Schluss gab es gleich drei Körbe. So zumindest haben die Konferenzteilnehmer seinerzeit die Ergebnisse der KSZE-Schlussakte bezeichnet. In einem Korb ging es um die Sicherheit, in dem anderen um die wirtschaftliche Zusammenarbeit. Im dritten Korb vor allem um humanitäre Belange in Europa.

Zwei Jahre lang hatten die Konferenzteilnehmer aus 35 Staaten miteinander debattiert, darunter die Vertreter aus sieben Ländern des Warschauer-Paktes und 15 Nato-Staaten. Auch die USA und Kanada durften teilnehmen - auf Druck der Europäischen Gemeinschaft und zum Verdruss der Mitglieder des Warschauer Paktes. Am Ende stand ein politischer Meilenstein, der in den Zeiten des Kalten Krieges in Europa für mehr Sicherheit sorgte und letztlich dabei half, den Ost-West-Konflikt zu beenden. Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik nahmen damals in Helsinki gleichberechtigt an der Konferenz teil. Für das SED-Regime war die KSZE-Schlussakte auch ein wichtiger Schritt hin zur internationalen Anerkennung.