Sendedatum: 03.03.2013 19:05 Uhr  | Archiv

3.3.1918: Deutschland und Russland unterzeichnen den Friedensvertrag von Brest-Litowsk

Eigentlich bestand dieser Vertrag nur auf dem Papier. Kaum eine seiner Bestimmungen wurde tatsächlich umgesetzt. Und doch hat der fast vergessene deutsch-russische Frieden von Brest-Litowsk die Zukunft ganz Europas beeinflusst.

Anfang 1918 brauchen beide Seiten diesen Frieden: Für die russischen Bolschewisten um Lenin und Trotzki ist er die einzige Chance, die Oktoberrevolution erfolgreich zu Ende zu führen. Die Deutschen wiederum wollen im Osten Kräfte freisetzen, um dem Ersten Weltkrieg im Westen noch eine Wende zu geben. Doch sie verhandeln nicht auf Augenhöhe. Die Deutschen haben militärisch gesiegt, und die Führung der Reichswehr diktiert harte Bedingungen - gegen den Willen ihrer politischen Führung.

Nach Kriegsende diktieren die Westmächte ihrerseits die Vertragsbedingungen in Versailles. Nun werden die Deutschen so behandelt, wie sie die Russen in Brest-Litowsk behandelt haben. Der Versailler Vertrag wird zum tödlichen Geburtsfehler der Weimarer Republik. 20 Jahre später beginnt der Zweite Weltkrieg.

(Sonntag, 3. März, 19.05 - 19.20 Uhr, NDR Info)

Eine Vertragsunterzeichnung © Bargteheide Fotograf: Bargteheide

Der Friedensvertrag von Brest-Litowsk

NDR Info - ZeitZeichen -

Am 3. März 1918 unterzeichnen Deutschland und Russland den Friedensvertrag von Brest-Litowsk. Russland verliert damit einen Teil seines Territoriums.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | ZeitZeichen | 03.03.2013 | 19:05 Uhr