Stand: 04.09.2017 14:50 Uhr

Mount Kimbie passen in keine Schublade

Love What Survives
von Mount Kimbie
Vorgestellt von Jumoke Joanna Olusanmi, NDR Info Nachtclub & Nightlounge
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Das Album "Love What Survives" erscheint beim Label Warp Records.

Vor zehn Jahren lernten sich Dominic Maker und Kai Campos während ihres Studiums kennen. Bald beschlossen sie unter dem Namen Mount Kimbie gemeinsam Clubmusik zu produzieren. Seit ihrem Debüt 2010 gehören die beiden zu den ungewöhnlichsten und fortschrittlichsten Produzenten in der elektronischen Musikszene Großbritanniens.

Hörgewohnheiten auf die Probe gestellt

In den Anfangsjahren versahen sie ihre vom Dubstep beeinflussten Tracks mit klackernden Geräuschen und bizarren Soundschnipseln - damit forderten sie bestehende Hörgewohnheiten heraus. Samples von Synthesizer-Pop und sphärischer Ambientmusik trafen auf Vocal-Samples, die oft nur noch als abstrakte Idee einer menschlichen Stimme erkennbar waren.

Auf Mount Kimbies drittem Album "Love What Survives" ist das nicht mehr so. Die Sänger James Blake, Micachu und King Krule sind prominent vertreten und auch analoge Instrumente wie Gitarre und Schlagzeug kommen hörbar und zum Teil ziemlich krachig zum Einsatz. Die "punkige, schloddrige Qualität, die an Robert Wyatt erinnert" geht laut Kai Campos auch auf die Arbeit mit Vintage-Synthesizern zurück, die einigen der elf Stücken auf "Love What Survives" einen zum Teil dissonant-bedrohlichen Klang verleihen.

Experimenteller Songwriting-Ansatz

Darüber hinaus habe man sich um einen experimentellen Songwriting-Ansatz bemüht, der von den vielen Live-Shows, die Mount Kimbie in den vergangenen Jahren gespielt haben, inspiriert sei.

Die Musik von Mount Kimbie war zu Beginn ihrer Karriere für den Tanzboden konzipiert, das zuweilen gemächliche Tempo, die ungewöhnliche Produktion und die dichte Atmosphäre waren aber damals schon höchst außergewöhnlich für Clubmusik.

Glücklicherweise lässt sich die Arbeit von Mount Kimbie noch immer keiner Schublade zuordnen. Dominic Marker versuchte es kürzlich in einem Interview mit dem Begriff "geistesgestörter Pop".

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Love What Survives

Label:
Warp Records
Veröffentlichungsdatum:
8. September 2017

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Nachtclub | 04.09.2017 | 23:05 Uhr