Stand: 19.05.2017 06:31 Uhr

Waigel: Der Streit in der Union nutzt keinem

Bild vergrößern
Vor der Wahl müssen CDU und CSU geschlossen auftreten, meint Theo Waigel.

CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel hat einen neuen "Fanclub". Genauer gesagt: eine Wählerinitiative, die der CSU-Ehrenvorsitzende Theo Waigel gegründet hat, um Merkel vor der Bundestagswahl zu unterstützen. Mitgetragen wird die Initiative unter anderen von den CSU-Granden Alois Glück und Erwin Huber.

Auf NDR Info sagte Waigel, Ziel der Initiative sei es, ein optimales Ergebnis für Merkel zu holen. "Die Auseinandersetzungen zwischen CDU und CSU haben uns noch nie genutzt", erklärte Waigel, der von 1988 bis 1999 CSU-Chef war.

Die Streitigkeiten über die Flüchtlingspolitik zwischen Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und Merkel seien nun überwunden. "Aber wir wollen noch etwas mehr tun als einen sachlichen Frieden", betonte der 78-Jährige. "Darum muss man rechtzeitig schauen, dass man zusammenfindet, um dann in einer gemeinsamem Formation das Bestmögliche herauszuholen."

"Merkel ist ein Fels in der Brandung"

Nach Waigels Worten ist die Wählerinitiative zu einem Zeitpunkt entstanden, als die Unterstützung im CSU-Wählerkreis für Merkel bei 60 Prozent gelegen habe, 40 Prozent seien aber noch skeptisch gewesen. "Und das war der Punkt, wo ich mir gesagt habe, das muss verbessert werden", sagte Waigel. "Da ich Angela Merkel sehr gut kenne, bin ich überzeugt: Sie ist eine hervorragende Bundeskanzlerin, ein Fels in der Brandung."

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 19.05.2017 | 08:20 Uhr