Stand: 20.03.2017 11:12 Uhr

Erdogan-Vorwürfe: Klöckner für entschlossene Antwort

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Klöckner hat die Nazi-Vergleiche von Erdogan kritisiert.

Nach den neuen Nazi-Vergleichen und persönlichen Vorwürfen des türkischen Präsidenten Erdogan gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner eine entschlossene Antwort gefordert. Auf NDR Info erklärte Klöckner am Montag, Erdogan habe die Kontrolle und den Blick für Völkerverständigung verloren. Die Kanzlerin selbst müsse darauf aber nicht eingehen.  

Nicht von Erdogan provozieren lassen

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan winkt während einer Wahlkampfveranstaltung ins Publikum. © dpa bildfunk Fotograf: Sedat Suna

Wie kann man Erdogan gut finden?

NDR Info - Redezeit -

Es fällt vielen Deutschen schwer zu verstehen, dass sich auch hierzulande Türken für Erdogan aussprechen. Fehlt es an gegenseitigem Verständnis? Die Redezeit-Diskussion zum Nachhören.

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Nach Ansicht der stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Klöckner verhält sich Merkel richtig, indem sie sich nicht äußert. Erdogan wolle sie nur persönlich provozieren. Es läge absolut fern und sei undenkbar, dass Merkel Nazi-Methoden anwende. "Das ist so geschichtsvergessen und so relativierend, wenn man schaut, was Menschen in Nazi-Deutschland passiert ist." Erdogan habe so sogar noch eins draufgesetzt, indem er Deutschland und Europa vorgeworfen habe, wieder Gaskammern zu errichten. "Ich frage mich, warum er denn das Geld aus Europa auf der anderen Seite gerne nimmt", empörte sich Klöckner.

Finanzhilfen für Türkei fraglich

Die CDU-Vorsitzende hält es für richtig, dem türkischen Präsidenten Erdogan zu vermitteln, dass er nicht willkommen sei, wenn der Propaganda für den Abbau der Demokratie betreibe. Klöckner stellte in Frage, ob die EU weiter Finanzhilfen an die Türkei zahle - zum Ausbau und zur Stabilisierung der Demokratie. Nach dem Fortschrittsbericht der vergangenen vier Jahre habe sich die Lage nicht positiv entwickelt. Und das Geld solle nicht zur Ausnutzung der Demokratie genutzt werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Infoprogramm | 20.03.2017 | 07:50 Uhr