Forum am Sonntag

Raus aus der Komfortzone!

Sonntag, 18. Oktober 2015, 06:05 bis 06:30 Uhr, NDR Info

Warum einige Menschen helfen und andere nicht
Von Lena-Maria Reers

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Der Stand der clubkinder während des Elbriot Festivals auf dem Hamburger Großmarkt. Mit Spielen und Tauschaktionen sammelt der Verein Spenden für benachteiligte Kinder aus HH St. Georg.

Seit Monaten nehmen hunderte Freiwillige in den Hamburger Messehallen oder auch anderswo Kleider, Decken und Hygieneartikel an, sortieren sie und bringen sie in Erstaufnahmeeinrichtungen und andere Unterkünfte für Flüchtlinge. Die Hilfsbereitschaft der Menschen fast überall in Deutschland ist zurzeit überwältigend. Unabhängig von der aktuellen Hilfewelle engagieren sich jedes Jahr rund 12 Millionen Menschen in Deutschland freiwillig für andere. Mehr als jeder vierte Berufstätige macht es neben seinem Job. Ein Beispiel: Jannes Vahl aus Hamburg sammelt Spenden. Vor vier Jahren hat er zusammen mit sechs Freunden den gemeinnützigen Förderverein clubkinder gegründet. Die Idee: Mit Veranstaltungen, die jungen Leuten Spaß machen, Spenden sammeln für soziale Projekte in Hamburg. Seitdem organisieren die clubkinder regelmäßig Konzerte und Lesungen und betreiben seit neuestem auch einen eigenen Club auf der Reeperbahn in St. Pauli.

Zwölf Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig

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Kinderkrankenschwester Heidi Anguria aus Lübeck im UN-Flüchtlingslager bei Bentiu im Südsudan.

Armut. Krieg. Leid. Soziale Ungerechtigkeit und Vorurteile. Ob bei uns vor der Haustür oder abends in der Tagesschau: Wir alle sehen die Probleme. Helfen hier und spenden dort. Doch die wenigsten beschließen, ihre Komfortzone zu verlassen, ihr Leben zu ändern, um tatkräftig anzupacken. Drei Menschen, die sich dazu entschieden haben, berichten von ihrer Arbeit: Eine Krankenschwester aus Lübeck, die für Ärzte ohne Grenzen unterwegs ist, eine Lehrerin aus Bremen, die sich in den Sommerferien um Schüler in Tansania kümmert, und ein Werbe-Fachmann aus Hamburg, der versucht, vor seiner Haustür etwas zum Besseren zu bewegen. Drei sehr unterschiedliche Ansätze von Menschen, die sich entschieden haben, zu helfen. Was hat sie dazu gebracht? Was opfern sie dafür? Und was gibt ihnen dieses Engagement?