Forum am Sonntag

Immer dranbleiben! Nicht aufgeben!

Sonntag, 12. März 2017, 06:05 bis 06:30 Uhr, NDR Info

Renate Mayntz © MPIfG

Die Grande Dame der Soziologie

NDR Info - Forum am Sonntag -

Mit 87 Jahren noch zwei Tage die Woche arbeiten? Für Prof. Renate Mayntz ist das Alltag. Die Grande Dame der deutschen Soziologie denkt nicht ans Aufhören.

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Immer dranbleiben. Nicht aufgeben. Sich nicht entmutigen lassen - Das Leben der Grande Dame der Soziologie, Renate Mayntz
Von Verena Gonsch

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Mit Ende 80 noch zwei Tage die Woche arbeiten? Für Prof. Renate Mayntz ist das Alltag.

Trump, Le Pen, Wilders, AfD - 2017 droht zum Jahr der Populisten zu werden. Viele Menschen in Deutschland, die noch die Nazi-Zeit und den 2. Weltkrieg erlebt haben,  fühlen sich an die eigene Kindheit und Jugend erinnert. Eine von ihnen ist die 87jährige Soziologin Renate Mayntz. Sie hat das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln als Direktorin gegründet und arbeitet noch heute zwei bis drei Tage die Woche an ihrer Forschung. Einen Termin bei Renate Mayntz zu bekommen ist gar nicht so einfach: Diese Woche ein Vortrag bei einem Kongress in Wien, in der kommenden Woche Hamburg, dann Berlin. Ihre Sekretärin macht dann doch noch eine kleine Lücke im Kalender aus. Professor Renate Mayntz wird in wenigen Wochen 88 Jahre alt und ist trotz ihres fortgeschrittenen Alters immer noch berufstätig.

Die lebenslange Möglichkeit, weiter zu forschen

Auf dem Direktorenflur ist die kleine, zierliche Wissenschaftlerin nicht die Einzige jenseits der Pensionsgrenze: Noch zwei andere Alt-Direktoren arbeiten sporadisch im Institut weiter, betreuen Doktoranden und veröffentlichen Artikel. Die Grande Dame der deutschen Soziologie profitiert dabei von einer Regelung der Max-Planck-Gesellschaft, die diese allen Direktoren ihrer bundesweit 80 Institute gewährt. Die lebenslange Möglichkeit, weiter zu forschen: "Das ist natürlich eine Chance, die man in der Max-Planck-Gesellschaft hat, solange man produktiv ist. Ich habe immer gesagt, die Forschung ist nicht etwas, was ich tue, das ist etwas, was ich bin. Ich bin das! Insofern ist die Möglichkeit dieses, was ich bin, weiter zu praktizieren, großartig und ich bin sehr dankbar dafür."

Im Forum am Sonntag stellen wir die Grande Dame der Soziologie und bedeutendste Sozialwissenschaftlerin Deutschlands vor.