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60 Jahre Contergan-Skandal

Mittwoch, 27. September 2017, 20:30 bis 20:50 Uhr, NDR Info

Eine Packung Contergan liegt im Haus der Geschichte in Bonn in einer Vitrine. © dpa picture alliance Fotograf: Hermann J. Knippertz

60 Jahre Contergan-Skandal

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Einer der größte Arzneimittel-Skandale der Geschichte wirkt bis heute nach: Noch immer leiden die Opfer. Juristisch ist der Fall auch noch nicht abgeschlossen.

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Eine Tablette mit schrecklichen Folgen
Ein Feature von Daniela Remus

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In Tabletten- und Tropfenform: Das rezeptfreie Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan kam Ende der 1950er-Jahre auf den Markt.

Am 1. Oktober 1957 brachte die Pharmafirma Grünenthal das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan auf den Markt - angeblich ein harmloses Medikament, das selbst für Schwangere gut geeignet sei. Die verhängnisvollen Folgen sind bekannt: Kinder wurden ohne Arme, ohne Beine oder mit geschädigten Organen geboren.

Der Contergan-Skandal war einer der größten Arzneimittel-Skandale der Geschichte. Aber was heißt "war"? Die überlebenden Opfer leiden bis heute an den Folgen.

Um eine angemessene Entschädigung mussten sie lange kämpfen - und für manche ist dieser Kampf 60 Jahre nachdem Contergan in Deutschland auf den Markt kam noch immer nicht ausgestanden. Weder ist der Fall Contergan juristisch abgeschlossen noch sind Medikamente heute grundsätzlich und immer sicher.

Das Manuskript zur Sendung
218 KB

Eine Tablette mit schrecklichen Folgen

Das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan hat ca. 10.000 Menschen schwere Schäden zugefügt. Die Aufarbeitung und die Entschädigung der Opfer verlief oft schleppend. Download (218 KB)