NDR Info
Sendedatum: 23.10.2011 07:30 Uhr
Kreta: Hippies, Hasch und Höhlen
Der Mythos Matala
Eine Sendung von Alkyone Karamanolis
Die Höhlen ziehen immer noch Besucher an.
Die Höhlen im Felsen haben alles verändert. Hippies haben sie irgendwann in den 60er-Jahren entdeckt und Matala berühmt gemacht. Denn die Höhlen, eigentlich ein Friedhof aus der Römerzeit, boten eine wunderbare Wohngelegenheit.
Viele Blumenkinder blieben jahrelang - die Winter auf Kreta sind mild. Andere kamen nur für einen Sommer. Und manche wurden später berühmt: Bob Dylan, Cat Stevens und Joni Mitchell, die Matala in ihrem Song "Carey" ein Denkmal setzte. Giorgos, der Fischer, erinnert sich gern an sie, wie sie abends am Strand Gitarre gespielt hat. Das sei das wahre Leben, sagt er, Matala wie er es geliebt habe.
Matala - eine griechische Idylle
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Matala, ein kleines Dorf, liegt an der Südküste der griechischen Mittelmeerinsel Kreta.
Früher haben die Menschen hier Wein und Weizen angebaut. Heute stehen an Stelle der Weinplantagen Hotels und Pensionen.
Seit die Hippies Matala in den 60er-Jahren berühmt gemacht haben, lebt der Ort vom Tourismus.
Die Bucht von Matala wird von zwei Felsen eingefasst, die weit ins Meer ragen. In dem Felsen, der die Bucht nach Norden begrenzt, sind Höhlen gehauen worden. Zu Hippie-Zeiten waren sie bewohnt.
Heute ist das Bewohnen der Höhlen verboten. Sie stehen unter der Aufsicht der archäologischen Behörden. In der Römerzeit wurden sie als Grabstätten genutzt.
Wer in Matala ein Haus hatte, hat es in eine Pension, ein Geschäft oder eine Taverne umgewandelt und ist selbst weggezogen. Vermieten ist lukrativer. Der Ort lebt von seinem Mythos. Wenn die Touristen-Saison zu Ende geht, wird Matala zur Geisterstadt - nur wenige bleiben.
Wer in Matala ein Haus hatte, hat es in eine Pension, ein Geschäft oder eine Taverne umgewandelt und ist selbst weggezogen. Vermieten ist lukrativer. Der Ort lebt von seinem Mythos. Wenn die Touristen-Saison zu Ende geht, wird Matala zur Geisterstadt - nur wenige bleiben.
Vom Hippie-Paradies zum Touristenort
Das Werk von Giorgos.
"Today is life, tomorrow never comes", hat Giorgos in den 70ern an eine Stützmauer am Strand gepinselt. Bis heute lebt er nach diesem Motto, daher auch die rote Blume am Ohr. Aber inzwischen, schimpft Giorgos, herrsche auch auf Kreta das Geld.
Matala ist ein Touristenort geworden: eine Einkaufsstraße, Bars, Cafes, Tavernen. Und doch zieht der kleine Ort im Süden Kretas noch heute Menschen an, die auf der Suche sind nach Frieden und Freiheit.
Sendung am Sonntag, 23.10.2011, 7.30 bis 8 Uhr und 9.30 bis 10 Uhr auf NDR Info