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Mitte Oktober des Jahres kam beim Auktionshaus Christies in London sein Bild "Kerze" von 1982 unter den Hammer. Es erzielte knapp 12 Millionen Euro. Der Kommentar des Künstlers: "Das ist genauso absurd wie die Bankenkrise - unverständlich, albern, unangenehm." Gerhard Richter ist der teuerste deutsche Künstler. Der in Dresden geborene Maler lebt in Köln und hat dort 2006/07 ein Fenster für den Dom entworfen, nicht figürlich, sondern abstrakt: 11.000 farbige Glasquadrate.
1961, kurz vor dem Mauerbau, kommt der als Wandmaler ausgebildete Richter nach Düsseldorf. An der Kunstakademie lernt er Sigmar Polke kennen und kreiert mit ihm und Konrad Lueg die deutsche Pop Art. Er malt Fotos ab und verwischt die Farbe, so dass es auf den ersten Blick aussieht, als seien es verwackelte Aufnahmen. Sein Zyklus der RAF Terroristen aus dem Jahr 1988 ist ein Stück Historienmalerei des 20. Jahrhunderts und gehört zu seinen Hauptwerken. Gerhard Richter ist eine Art Kunst-Chamäleon. Er probiert aus, was mit Farbe und Leinwand möglich ist und lässt sich nicht auf einen Stil festlegen.
(Donnerstag, 9. Februar, 20.15 - 20.30 Uhr, NDR Info)