Dieses Thema im Programm:
Louise Jacobs stand in ihrer Kindheit und Jugend unter großem Druck, an dem sie fast zerbrochen wäre.
Die Erwartungen waren hoch: Der Großvater hatte ein Kaffee-Imperium aufgebaut. Die Enkelin sollte studieren und Ärztin, Physikerin oder Juristin werden. Als Louise Jacobs zur Schule kam, stellte sich jedoch bald heraus, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte. Sie konnte nicht wie die anderen Kinder lesen, schreiben oder rechnen lernen.
Das Kind aus der berühmten Kaffee-Dynastie wird durch ein scheinbar unendliches Trainings- und Therapieprogramm geschleust, in dem sie vor allem lernt, sich selbst als "verkehrt" zu betrachten. Sie lernt schreiben, bleibt aber ein "Schulversager", will alles richtig machen, verleugnet ihre Träume und wird schließlich magersüchtig. Davon handelt ihr Buch "Fräulein Jacobs funktioniert nicht".
Im Gespräch mit Almut Engelien schildert die 31-Jährige, wie sie ihren eigenen Weg fand, was Berlin und der amerikanische "Wilde Westen" für sie bedeuten und warum sie immer noch "Cowboy" werden will.