NATO-Raketenabwehr - nur symbolische Beiträge der Europäer?

Patriot-Abwehrrakete von einem fahrbaren Startgerät abgefeuert. © Bundeswehr Fotograf: Peter Müller Detailansicht des Bildes Deutschland hat für die NATO-Raketenabwehr Patriotflugkörper angeboten. Auf dem NATO-Gipfel in Lissabon im November 2010 hat das Bündnis den Aufbau einer NATO-Raketenabwehr beschlossen. Ziel ist, das Territorium der Allianzmitglieder vor Raketenangriffen zu schützen. Die Errichtung des Abwehrschilds soll in vier Phasen erfolgen und 2020 abgeschlossen sein. Bestehende Abwehrsysteme sollen vernetzt werden. NATO-Generalsekretär Rasmussen rechnet daher mit Kosten von lediglich rund 200 Millionen Euro – für alle 28 Mitglieder über einen Zeitraum von 10 Jahren. Eine Chronologie der wichtigsten Entscheidungen finden Sie hier.

Rasmussen macht sich schon seit Jahren für das Raketenabwehr-Projekt stark. In einer Rede in London pries der Däne im Juni 2010 die Vorteile des Systems.

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NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bei einer Pressekonferenz in Berlin im Oktober 2011. © dpa picture alliance Fotograf: Rainer Jensen
 
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NATO-Generalsekretär Rasmussen wirbt für den Raketenabwehrschild.

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Widerstand aus Moskau

Roter Platz mit Basilius Kathedrale und Spasskij Turm  Fotograf: Bildagentur Huber/Gräfenhain Detailansicht des Bildes Die russische Regierung lehnt die NATO-Raketenabwehr weiterhin ab. Russland ist gegen die NATO-Raketenabwehr. Moskau befürchtet, dass durch das NATO-System das strategische Nuklearpotenzial Russlands neutralisiert werden könnte. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz ist Anfang Februar von einer hochrangigen Expertengruppe ein Kompromiss-Vorschlag vorgelegt worden.

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Kompromissvorschlag zur Raketenabwehr

Die Initiative geht von zwei getrennten Abwehrsystemen aus. Es soll allerdings einen Datenaustausch geben.

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Dominanz der USA

Die NATO-Raketenabwehr stützt sich vor allem auf US-Systeme. U.a. auf  vier Aegis-Kriegsschiffe, die mit SM-3 Raketen ausgerüstet sind. Die Kreuzer werden  im spanischen Rota stationiert. In der Türkei ist ein US-Radar errichtet worden. Außerdem  wird es Raketenstellungen in Polen und Rumänien geben. Wie das Abwehrsystem funktionieren soll, sehen Sie hier.

Deutscher Beitrag

Fregatte Sachsen schießt eine Abfangrakete auf ein nicht zu erkennendes Ziel. © Bundeswehr Fotograf: PIZ Marine Detailansicht des Bildes Die Fregatten vom Typ 124 könnten Teil der NATO-Raketenabwehr werden. Deutschland will sich mit Patriot-Raketen am Raketenabwehrschild  beteiligen. Für Kritiker ist das Waffensystem für diese Aufgabe allerdings nicht geeignet. In der Bundeswehr gibt es daher Überlegungen, die drei  Fregatten vom Typ 124 mit amerikanischen SM-3 Raketen auszurüsten. Die Kosten werden allerdings auf rund 70 Millionen Euro pro Schiff geschätzt.

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