Moorburg wehrt sich gegen giftigen Hafenschlick
Die Hamburger Hafenbehörde plant, in Moorburg eine Deponie für belastetes Baggergut aus der Elbe zu errichten. Die Anwohner wollen den 20 Meter hohen Schlick-Hügel verhindern. mehr
Leben im Hafenerweiterungsgebiet
Eine Reportage von Rainer Link
In aller Ruhe: Die Moorburger mögen das beschauliche Leben in ihrem Stadtteil.
Vor 30 Jahren entschied der Hamburger Senat, den Stadtteil Moorburg zu räumen. Hier, am Südufer der Elbe, sollten gigantische Kaianlagen für Frachtschiffe entstehen. Bislang aber hat kein Containerschiff angelegt, und die alten Häuser hinterm Deich stehen immer noch. In den ersten Jahren nach dem Hafenerschließungsgesetz von 1982 lebten die Moorburger auf Abruf - in Häusern, die langsam verfielen.
In Blickweite: Hafen und Hamburger City liegen dicht dran am Stadtteil Moorburg.
Diese Zeiten sind vorbei. Viele der Häuser, die zu 90 Prozent der Stadt Hamburg gehören, wurden mittlerweile gründlich instandgesetzt. Neue Bewohner sind zugezogen und bereichern das dörfliche Leben.
Wer in Moorburg wohnt, weiß warum: Das Dorf ist grün, die Mieten sind günstig und der Blick vom Deich ist beeindruckend. Immer mehr Künstler und Lebenskünstler ziehen die Moorburger Idylle der hektischen Großstadt am anderen Elbufer vor.
Der Lokaltermin auf NDR Info am 22. Januar 2012 um 6.30 Uhr und 19.20 Uhr.