Schwieriger Standort

Afghanistan wartet auf wirtschaftlichen Aufschwung
Ein Feature von Sabina Matthay

Mit dünnen Jacken und Plastiksäcken gegen den Schneeregen trotzen der Bohrmeister und seine Kollegen dem eisigen Wind in der Steppe von Jawsjan in Afghanistan. Statt Schutzhelmen tragen sie Tücher um den Kopf. © NDR Fotograf: Sabina Matthay Detailansicht des Bildes Wenig Geld für harte Arbeit unter widrigen Bedingungen: In der eisigen Steppe gibt es nicht einmal einen Unterstand für die Männer. Mit dem Abzug der ausländischen Kampftruppen in zwei Jahren droht Afghanistans Wirtschaft der Kollaps, denn derzeit hängt sie am Tropf des Auslands. Es wird also Zeit, dass die Rohstoffvorkommen des Landes, die Industrie und Landwirtschaft weiter entwickelt werden. Wirtschaftliche Unabhängigkeit und Wohlstand sollen endlich Einzug halten am Hindukusch.

Gerade hat die afghanische Regierung einem chinesischen Staatskonzern die Ausbeutung von drei großen Ölfeldern genehmigt. Doch Gold und Kupfer, Pottasche und Kies, Zucker und Granatäpfel können das Land erst auf lange Sicht reich machen - noch ist es ein Wirtschaftsstandort mit vielen Fragezeichen.

Wirtschaftsstandort Afghanistan | NDR Info
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