Dieses Thema im Programm:
An türkischer Schwarzmeerküste formiert sich Protest gegen Wasserkraftwerke
Ein Feature von Reinhard Baumgarten, ARD-Hörfunkkorrespondent in Istanbul
Viele Türkei-Urlauber erleben Wasserkraft an den Manavgat Wasserfällen bei Side an der Südküste des Landes.
Bis zum Jahr 2023 sollen in der Türkei etwa 4.000 Wasserkraftwerke gebaut werden. Das Land möchte zum 100. Geburtstag der Republik unter die Top Ten der Industrienationen aufsteigen. Dazu muss ein ständig wachsender Energiebedarf befriedigt werden. Gegenwärtig deckt die Türkei den Energiehunger mit Öl- und Gaseinfuhren vorwiegend aus Russland, Aserbaidschan, dem Iran und von der Arabischen Halbinsel.
In den kommenden Jahren sollen türkische Energiequellen stärker genutzt werden - allen voran die Wasserkraft. Doch was als regenerative Energie gepriesen wird, erscheint den Menschen der betroffenen Gebiete als ökologischer Albtraum.
Vielerorts formiert sich Widerstand. Die Bürger kämpfen einen ungleichen Kampf gegen gigantische wirtschaftliche Interessen und eine ans Abergläubische grenzende Wachstumspolitik der herrschenden islamisch-konservativen Regierung in Ankara.

Bis zum Jahr 2023 sollen in der Türkei etwa 4.000 Wasserkraftwerke gebaut werden. Vielerorts formiert sich aber Widerstand.
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