Der Wald ist schwarz und voller Tiere

Wie Kinder lernen, die Natur zu fürchten

Feature von Anja Kempe
Produktion: SWR 2010

Hirsche im Wald © dpa-Bildfunk Fotograf: Christian Hager Detailansicht des Bildes Hirsche stehen im Wald: Ein schöner Anblick, den aber immer weniger Menschen aus eigener Erfahrung kennen. Zecken und Fuchsbandwürmer, Raubtiere, Entführer und Äste, die einem auf den Kopf fallen können: Im Wald ist es gefährlich. Eltern warnen. Kinder haben Angst. Und Lehrer kennen sich nicht mehr aus. Wie heißt der Mann vom Reh? Keine Ahnung. Sozialforscher nennen das Phänomen "Naturverlust", eine Entwicklung, die in allen Industrienationen zu beobachten ist, in den Städten genau wie auf dem Lande.

Zwar ist eine Gegenbewegung längst in Sicht, Wildwälder mit Führungen und Waldkindergärten boomen. Doch wie viel Natur lässt sich erfahren, wenn Eltern ihre Kinder zur Forstexkursion in Schutzanzüge stecken und ermahnen, ja nicht durch Pfützen zu gehen oder einen Regenwurm anzufassen? Woher kommt die Naturentfremdung und wohin führt sie? Pädagogen wie Naturphilosophen sind ratlos.

Das Feature am Sonntag, 5. Juni 2011, von 11.35 bis 12.30 Uhr

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