NDR Info Nachrichten von 03:00 Uhr

Erneut Sammelabschiebung nach Afghanistan

München: Begleitet von Protesten sind am Abend vom Flughafen der bayerischen Landeshauptstadt 18 Afghanen in ihre Heimat abgeschoben worden. Das Innenministerium bestätigte auf seiner Internetseite den Abflug der Maschine in Richtung Kabul. Es war die dritte bundesweite Sammelabschiebung seit Ende vergangenen Jahres. Am Flughafen hatten sich rund 300 Menschen versammelt, um dagegen zu protestieren. Bundesinnenminister de Maizière hat unterdessen die von der Regierung geplanten schärferen Abschieberegelungen gegen Kritik verteidigt. Der CDU-Politiker sagte, gerade angesichts der zu erwartenden hohen Zahl an Ablehnungen von Asylanträgen sei es wichtig, dass die Ausreisepflicht durchgesetzt werde. Die Organisation Pro Asyl warnte dagegen vor einer Brutalisierung der Abschiebepraxis.

Mexiko will keine abgeschobenen Ausländer aufnehmen

Mexiko-Stadt: Im Streit über die illegale Einwanderung geht die mexikanische Regierung weiter auf Konfrontationskurs zu den USA. Außenminister Videgaray erklärte, man sei nicht bereit, Migranten anderer Länder aufzunehmen, die aus den USA abgeschoben werden. Er reagierte damit auf eine neue Richtlinie des US-Heimatschutzministeriums, nach der künftig alle Migranten nach Mexiko zurückgeschickt werden können, wenn sie von dort illegal in die Vereinigten Staaten eingereist sind. Das Thema steht heute auch im Mittelpunkt eines Treffens in Mexiko-Stadt. Präsident Nieto empfängt US-Außenminister Tillerson und Heimatschutzminister Kelly.

IWF: Griechenland braucht keinen Schuldenschnitt

Berlin: Die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Lagarde, hält es derzeit nicht für notwendig, Griechenland Schulden zu erlassen, um das Land vor der Pleite zu bewahren. Zum Ende des aktuellen Hilfsprogramms benötige Athen aber Schuldenerleichterungen, sagte Lagarde in einem Interview der ARD-Tagessthemen. So könnten beispielsweise die Zinsen für Kredite gesenkt oder die Laufzeiten verlängert werden. Die IWF-Chefin rief gleichzeitig die griechische Regierung dazu auf, die zugesagten Reformen auch umzusetzen. In Berlin hatte Lagarde gestern mit Kanzlerin Merkel über das Thema beraten. Noch ist aber offen, ob sich der Internationale Währungsfonds am laufenden Hilfsprogramm für Griechenland beteiligen wird.

Bund soll Auftritt Erdogans verhindern

Düsseldorf: Die nordrhein-westfälische Landesregierung erwartet von der Bundesregierung, einen möglichen Wahlkampfauftritt des türkischen Präsidenten Erdogan in Deutschland zu verhindern. Innenminister Jäger sagte dem "Kölner Stadt-Anzeiger", es sei Aufgabe des Bundes, dafür zu sorgen, dass solche Auftritte weder in Nordrhein-Westfalen noch irgendwo anders in Deutschland stattfinden. Die Meinungsfreiheit dürfe nicht missbraucht werden, um für eine Verfassungsänderung in der Türkei zu werben, die die Grundrechte einschränken soll. Die Bild-Zeitung hatte unter Berufung auf einen Diplomaten aus Ankara berichtet, Erdogan wolle im März nach Nordrhein-Westfalen reisen, um dort für die Einführung eines Präsidialsystems in der Türkei zu werben. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.

Erste Tarifrunde in Stahlindustrie ohne Ergebnis

Düsseldorf: In der nordwestdeutschen Stahlindustrie ist die erste Tarifrunde ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Verhandlungen sollen Anfang März fortgesetzt werden. Die IG Metall fordert für die 72.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen unter anderem 4,5 Prozent mehr Geld.

Schalke im Achtelfinale der Europa-League

Zum Sport: Schalke 04 steht im Achtelfinale der Fußball-Europa-League. Die Mannschaft spielte zu Hause gegen den griechischen Verein PAOK Saloniki 1:1. Das Hinspiel vor einer Woche hatten die Schalker mit 3:0 gewonnen. Und: Budapest will seine Bewerbung für die Olympischen Spiele 2024 zurückziehen. Das bestätigte am Abend der Bürgermeister der ungarischen Hauptstadt. Hintergrund der Entscheidung ist der massive Widerstand in der Bevölkerung gegen die Austragung der Spiele. Hamburg und Rom hatten ihre Kandidatur bereits zurückgezogen. Damit sind jetzt nur noch Paris und Los Angeles im Rennen. Die Entscheidung fällt im September.

Nord-West-Wetter

Das Wetter: Trocken und locker bewölkt oder klar. Im Süden und besondres in Nordrhein-Westfalen teils länger andauernder kräftiger Regen. Tiefstwerte 10 bis 2 Grad. Tagsüber meist dichte Wolken und verbreitet Regen. In Richtung Nordrhein-Westfalen, Ems und Nordsee sowie im Bergland zum Abend hin Sturmgefahr mit schweren Sturmböen und einzelnen orkanartigen Böen! Höchstwerte 4 bis 12 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Freitag gelegentlich Schauer, teils mit Schnee oder Graupel, 3 bis 8 Grad.

NDR Info Nachrichten

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Die Nachrichten zum Nachhören

23.02.2017 01:59 Uhr

Tagsüber im Viertelstundentakt, zwischen 20 und 6 Uhr stündlich: Die aktuellen Meldungen aus der NDR Info Nachrichtenredaktion. Audio (180:00 min)

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Nachrichten für Kinder

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18.02.2017 11:40 Uhr

Die Themen der NDR Info Kindernachrichten: Frank-Walter Steinmeier übernimmt Deutschlands höchstes Amt | Ärger in der NATO | Rettungsaktion für Wale | Strafe für Fußballfans. mehr

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Kindernachrichten in Gebärdensprache

11.02.2017 11:40 Uhr

Die Kindernachrichten von NDR Info gibt es auch in Gebärdensprache. Kinder der Hamburger Elbschule übersetzen "Was diese Woche wichtig war". mehr