NDR Info Nachrichten vom 19.04.2017:

Türkei: Erneut Proteste der Opposition

Ankara: In der Türkei hat es erneut Proteste gegen den Ausgang des Verfassungsreferendums gegeben. In Istanbul, Ankara und anderen Städten gingen Tausende Menschen auf die Straße. Sie forderten die nationale Wahlkommission auf, das Ergebnis des Referendums zu überprüfen. Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa erneuerte ihre Kritik an der türkischen Führung. Der Leiter des OSZE-Büros für Menschenrechte, Link, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Ankara sei weiter nicht bereit, die Manipulationsvorwürfe beim Verfassungsreferendum zu untersuchen. Bundesaußenminister Gabriel bot der Türkei erneut Gespräche über die weitere Zusammenarbeit an. Niemand habe ein Interesse, die Spaltung in dem Land weiter voranzutreiben.| 19.04.2017 06:45 Uhr

London: Unterhaus stimmt über Neuwahl ab

London: In Großbritannien stimmt das Parlament heute über Neuwahlen ab. Premierministerin May hatte diese gestern überraschend für den 8. Juni angekündigt. Für eine vorgezogene Wahl ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament notwendig. Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Corbyn, deutete bereits Zustimmung an. Die nächste reguläre Parlamentswahl hätte in Großbritannien erst in drei Jahren stattgefunden. May begründete die Neuwahl mit den bevorstehenden schwierigen Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens.| 19.04.2017 06:45 Uhr

HAZ: Längere Zeitarbeit in der Metallbranche

Hannover: In der Metall- und Elektroindustrie sollen die Regeln für die Zeitarbeit offenbar deutlich gelockert werden. Laut einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" haben sich Arbeitgeber und IG Metall darauf verständigt, die Höchstdauer auf bis zu vier Jahre auszuweiten. Bedingung sei aber, dass die Arbeitnehmervertreter einer solchen Ausnahmeregelung zustimmen. Anfang April war ein Gesetz in Kraft getreten, das die Beschäftigung in der Leiharbeit auf maximal 18 Monate beschränken soll. In Tarifverträgen können Arbeitgeber und Arbeitnehmer aber über diese Grenze hinausgehen.| 19.04.2017 06:45 Uhr

Nordkorea: US-Marine noch nicht vor Ort

Washington: Im Konflikt mit Nordkorea hat die US-Regierung ihre Angaben über die Stationierung von Kriegsschiffen in der Region korrigiert. Laut Verteidigungsministerium befindet sich der amerikanische Flottenverband - anders als vor zehn Tagen behauptet - nicht in koreanischen Gewässern, sondern noch vor der Westküste Australiens. Laut Pentagon werden die Schiffe in Kürze Richtung Korea aufbrechen. Das Regime in Pjöngjang verstößt mit seinen Raketentests immer wieder gegen UN-Resolutionen.| 19.04.2017 06:45 Uhr

WHO meldet Erfolge gegen Tropenkrankheiten

Genf: Die Weltgesundheits-Organisation sieht im Kampf gegen Tropenkrankheiten deutliche Fortschritte. WHO-Chefin Chan sagte, die Zahl der davon bedrohten Menschen sei seit 2010 von zwei auf 1,6 Milliarden gesunken. Diese Entwicklung gehe auf gemeinsame Anstrengungen von UNO, Hilfs-Organisationen und Pharmaindustrie zurück. Bei diesen Tropenkrankheiten handelt es sich um Leiden wie dem Dengue-Fieber oder der Schlafkrankheit. Zwar gibt es dagegen inzwischen Therapien, allerdings haben die zumeist armen Patienten dazu häufig keinen Zugang. Laut WHO sterben jedes Jahr noch immer etwa 170.000 Menschen an Tropenkrankheiten.| 19.04.2017 06:45 Uhr

Bayern scheitern nach Aufholjagd in Madrid

zum Sport: Bayern München ist im Viertelfinale der Fußball-Champions-League ausgeschieden. Der deutsche Rekordmeister verlor das Rückspiel bei Real Madrid mit 2:4 nach Verlängerung. Damit zogen die Bayern erstmals seit sechs Jahren nicht ins Halbfinale der Champions-League ein.| 19.04.2017 06:45 Uhr