NDR Info Nachrichten vom 16.03.2014:

Russland verteidigt Referendum

Moskau: Russlands Präsident Putin hat das Referendum in der ukrainische Krim-Region erneut gegen internationale Kritik verteidigt. In einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Merkel sagte Putin, die Abstimmung stehe im Einklang mit dem Völkerrecht. Moskau werde das Ergebnis akzeptieren. Merkel verurteilte in dem Gespräch, dass russische Soldaten in der Ukraine offenbar eine Gasumleitungsstation besetzten. Außerdem regte sie nach Angaben eines Sprechers an, mehr Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in den Osten der Ukraine zu senden. Putin habe sich offen für den Vorschlag gezeigt. Auf der Krim stimmen die Menschen heute darüber ab, ob die Region künftig weiter zur Ukraine oder aber zu Russland gehören soll. Eine Mehrheit für die Aufnahme in die Russische Föderation gilt als wahrscheinlich. Der Westen und die ukrainische Zentralregierung betrachten die Abstimmung als rechtswidrig.| 16.03.2014 16:00 Uhr

Gabriel weist Wagenknecht-Kritik zurück

Berlin : SPD-Chef Gabriel hat Kritik der Linken-Vizefraktionschefin Wagenknecht an der Politik der Bundesregierung in der Krim-Krise zurückgewiesen. Die Reden von Wagenknecht erinnerten an die krampfhaften Rechtfertigungsversuche kommunistischer Sekten in den 70er und 80er Jahren für jedwedes Unrecht, das damals von der Sowjetunion begangen worden sei, sagte Gabriel der "Süddeutschen Zeitung". Wenn die Linkspartei sich von diesen Reflexen nicht endlich verabschiede, werde sie nie in der aufgeklärten Demokratie Deutschlands ankommen. Wagenknecht hatte dazu aufgefordert, sich mit einer möglichen Angliederung der Krim an Russland abzufinden. Es gebe machtpolitische Gegebenheiten, die man akzeptieren müsse.| 16.03.2014 16:00 Uhr

Schmidt kritisiert Preissenkungen

Berlin: Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat die jüngste Welle von Preissenkungen bei Discountern kritisiert. Dem "Tagesspiegel" sagte Schmidt, es sei falsch, Preisschlachten über Lebensmittel zu führen. Nahrung dürfe nicht verschleudert werden. Schmidt kritisierte ein Ungleichgewicht bei der Herstellung und dem Verkauf von Lebensmitteln. Im Handel gebe es einige wenige, sehr starke Ketten, die auf viele - oft kleine - Erzeuger träfen. Seit Januar setzt der Marktführer unter den Discountern, Aldi, mit immer neuen Preissenkungen die Konkurrenz unter Druck. Vor allem die Preissenkungen bei Rind- und Geflügelfleisch vor einer Woche lösten Kritik bei Tierschützern und Politikern aus.| 16.03.2014 16:00 Uhr

Weitere Streiks im Öffentlichen Dienst

Berlin: Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes will die Gewerkschaft Verdi in den kommenden Tagen mit Warnstreiks Druck machen. Verdi-Chef Bsirske rief die Beschäftigten von Bund und Kommunen dazu auf, mit einem deutlichen Signal Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Ab morgen solle es bundesweit Warnstreiks und Kundgebungen geben. Betroffen ist neben Berlin und Baden-Würtemberg auch Niedersachsen. Unter anderem in Braunschweig, Lüneburg, Peine und Verden sollen Ämter und Kindertagesstätten geschlossen bleiben. Die Gewerkschaften fordern für die 2,1 Millionen Beschäftigten einen monatlichen Sockelbetrag von 100 Euro und weitere 3,5 Prozent mehr Geld.| 16.03.2014 16:00 Uhr

Malaysia bittet um weitere Hilfe

Kuala Lumpur: Auf der Suche nach dem verschollenen Passagierflugzeug hat Malaysia die internationale Gemeinschaft um Hilfe gebeten. Dadurch erhoffen sich die Ermittler einen neuen Schub. Nach Angaben des malaysisischen Verkehrsministers sind 25 Länder an der Suche beteiligt. Die Polizei ermittelt inzwischen offiziell wegen Entführung, Sabotage und Terrorismus. Demnach wurde im Haus des Piloten ein Flugsimulator abgebaut und mitgenommen. Das Gerät werde jetzt genau untersucht. Die Boeing 777 mit 239 Menschen an Bord war vor einer Woche in Kuala Lumpur gestartet und plötzlich von den Radarschirmen verschwunden. Offenbar hat jemand an Bord die Kommunikationssysteme absichtlich abgeschaltet und den Kurs der Maschine geändert.| 16.03.2014 16:00 Uhr

Fahrverbot in Paris

Paris: In der französischen Hauptstadt werden wegen starker Luftverschmutzung erstmals seit fast zwei Jahrzehnten Fahrverbote verhängt. Wie die Regierung mitteilte, müssen Autofahrer von morgen an vorerst jeden zweiten Tag ihren Wagen stehen lassen. Das Verbot gilt abwechselnd für Fahrzeuge mit geraden und ungeraden Nummernschildern. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen und andere Maßnahmen sind vorgesehen. In Paris waren die zulässigen Höchstwerte für Feinstaub-Partikel tagelang überschritten worden.| 16.03.2014 16:00 Uhr

Pauli gewinnt in Düsseldorf

Zum Sport: In der zweiten Fußball-Bundesliga hält der FC St. Pauli Anschluss an die Aufstiegsränge. Die Hamburger gewannen in Düsseldorf mit 2 zu 0. Außerdem spielten: Greuther-Fürth : Union Berlin 1 zu 1 und Sandhausen gegen Bielefeld 1 zu 0 In der dritten Fußball-Liga gewann RB Leibzig gegen Osnabrück mit 1 zu 0| 16.03.2014 16:00 Uhr

Wettervorhersage

Das Wetter: Nachts von Vorpommern über die Elbe bis zum Weserbergland etwas Regen, sonst meist trocken. Tiefstwerte von 9 Grad in Hannover bis 6 Grad auf Rügen. Morgen trüb, leichter Sprühregen, 8 bis 12 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag gebietsweise etwas Niederschlag bei 8 bis 12 Grad.| 16.03.2014 16:00 Uhr